Delivery Hero Aktie: Uber baut auf 19,5 Prozent aus

Uber sichert sich Zugriff auf ein Viertel der Delivery-Hero-Anteile. Der langjährige Chef Niklas Östberg kündigt seinen Rückzug an. Die Aktie profitiert von starken Quartalszahlen.

Delivery Hero Aktie
Kurz & knapp:
  • Uber baut Anteil auf 25 Prozent aus
  • CEO Niklas Östberg kündigt Rückzug an
  • Aktie erreicht neues Jahreshoch bei 31,40 Euro
  • Quick-Commerce-Wachstum von 30 Prozent

Uber greift nach einem Viertel der Anteile. Parallel dazu bereitet der langjährige Chef seinen Abgang vor. Bei Delivery Hero überschlagen sich derzeit die Ereignisse. Der Lieferdienst ordnet seine Struktur neu.

Der US-Konzern Uber baut seinen Einfluss beim Berliner Unternehmen massiv aus. Der Fahrdienstleister hält nun 19,5 Prozent des Kapitals. Über Optionen sichert sich Uber weitere 5,6 Prozent. Damit steigt der wirtschaftliche Zugriff auf gut ein Viertel aller Anteile. Delivery Hero begrüßt den Schritt. Ein starker Ankeraktionär stützt das Geschäftsmodell.

Die Aktie reagiert auf diese Gemengelage mit enormer Stärke. Auf Monatssicht steht ein Plus von 53 Prozent auf der Anzeigetafel. Aktuell notiert das Papier bei rund 31,17 Euro. Gestern markierte der Kurs bei 31,40 Euro ein neues Jahreshoch.

Starkes Quartal stützt den Kurs

Hinter der Rally stehen belastbare operative Zahlen. Das Bruttowarenvolumen stieg im ersten Quartal um knapp neun Prozent. Es erreichte 12,5 Milliarden Euro. Besonders das Geschäft mit schnellen Lebensmittellieferungen wächst rasant. Dieses Quick-Commerce-Segment legte im Jahresvergleich um 30 Prozent zu.

Der Konzern nutzt seine Logistiknetzwerke immer effizienter. In Europa liefert Delivery Hero bereits 83 Prozent der Bestellungen selbst aus. Das verbessert die Gewinnmargen deutlich.

Die britische Barclays-Bank hob ihr Kursziel am Dienstag auf 39,10 Euro an. Analyst Andrew Ross rät weiterhin zum Kauf der Aktie. Er verweist auf eine höhere Bewertung der Tochtergesellschaft Talabat. Ferner sieht er ungenutzte Werte in der Konzernstruktur.

Chefwechsel unter Druck

Hinter den Kulissen formiert sich derweil eine neue Führungsstruktur. Mitbegründer und CEO Niklas Östberg gibt seinen Posten spätestens im März 2027 ab. Der Aufsichtsrat sucht bereits einen Nachfolger. Bis Ende des Jahres soll die Entscheidung fallen. Dieser Schritt folgt auf Druck von Großaktionären. Der Fonds Aspex Management hält rund 15 Prozent und forderte Veränderungen.

Für das laufende Jahr bleibt das Management auf Kurs. Das bereinigte Betriebsergebnis soll die obere Hälfte der Zielspanne erreichen. Diese liegt zwischen 910 Millionen und 960 Millionen Euro. Östberg treibt in seiner verbleibenden Amtszeit weitere strategische Prozesse voran. Der Umbau des Konzerns geht damit ungebremst weiter.

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