Deutsche Bank Aktie: BGH-Urteil ohne Folgen

Der Bundesgerichtshof hat die Revision der Deutschen Bank im Postbank-Prozess abgewiesen. Die finanziellen Folgen sind durch bereits gebildete Rückstellungen begrenzt und belasten die Jahresergebnisse nicht.

Deutsche Bank Aktie
Kurz & knapp:
  • BGH weist Revision der Deutschen Bank zurück
  • Finanzielle Folgen durch 1,3 Mrd. Euro Rückstellung gedeckt
  • Verbleibende Verbindlichkeiten bei rund 112 Millionen Euro
  • Aktienkurs durch geopolitische Risiken belastet

Der jahrelange Rechtsstreit um die Postbank-Übernahme hat ein endgültiges Ende gefunden – und die Deutsche Bank kommt dabei glimpflicher davon als mancher befürchtet hatte.

Revisionsbeschwerde gescheitert

Der Bundesgerichtshof hat am 25. Februar die Nichtzulassungsbeschwerde der Deutschen Bank zurückgewiesen und damit das Urteil des Oberlandesgerichts Köln rechtskräftig werden lassen. Damit erhalten die klagenden Postbank-Altaktionäre in vollem Umfang recht.

Der Streit reicht zurück bis ins Jahr 2010, als die Deutsche Bank die Mehrheit an der Postbank übernahm. Mehrere frühere Aktionäre warfen dem Institut vor, sein damaliges Übernahmeangebot zu niedrig angesetzt zu haben. Konkret argumentierten sie, dass die Bank bereits 2009 ein Pflichtangebot hätte vorlegen müssen – weil ihr zu diesem Zeitpunkt die Stimmrechte der Deutschen Post an der Postbank faktisch bereits zuzurechnen gewesen seien.

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Rückstellungen greifen

Trotz der juristischen Niederlage hält sich der finanzielle Schaden in Grenzen. Das Institut hatte im April 2024 eine Rückstellung von 1,3 Milliarden Euro gebildet, nachdem eine Anhörung vor dem OLG Köln die Lage zugespitzt hatte. Im Oktober 2024 entschied das Gericht dann zuungunsten der Bank.

In der Zwischenzeit hat die Deutsche Bank mit dem Großteil der Kläger Vergleiche geschlossen – gemessen am Wert der geltend gemachten Ansprüche bei über 90 Prozent. Die verbleibenden Verbindlichkeiten aus dem OLG-Urteil sowie noch offene erstinstanzliche Klagen summieren sich zum Jahresende 2025 auf rund 112 Millionen Euro inklusive Zinsen. Dieser Betrag ist nach eigenen Angaben vollständig durch bestehende Rückstellungen abgedeckt. Weder auf das Ergebnis 2025 noch auf das laufende Geschäftsjahr 2026 ergeben sich daraus finanzielle Auswirkungen.

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Aktie unter Druck – aber aus anderen Gründen

An der Börse reagiert der Kurs mit einem leichten Minus von 0,35 Prozent auf 27,37 Euro. Das BGH-Urteil selbst dürfte dabei kaum der Auslöser sein. Vielmehr belasten geopolitische Risiken das Sentiment: Die angespannte Lage rund um die Straße von Hormus nach Angriffen auf Tankerschiffe hat den Ölpreis zuletzt wieder angetrieben – ein Faktor, der traditionell auch auf Bankwerte drückt und den Ausblick für 2026 eintrübt.

Das Postbank-Kapitel ist für die Deutsche Bank damit juristisch abgeschlossen. Die eigentliche Herausforderung für den Kurs liegt derzeit woanders.

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