Starke Zuwächse im Neugeschäft treffen auf tiefe Löcher in der Bilanz. Die Deutsche Pfandbriefbank (pbb) kämpft im ersten Quartal 2026 mit den kostspieligen Folgen ihres Rückzugs aus dem US-Immobilienmarkt. Während die Bank operativ vorankommt, reagiert der Kapitalmarkt am Dienstag mit deutlicher Skepsis auf die vorgelegten Zahlen.

Bereinigung des US-Portfolios belastet Bilanz

Der Vorsteuergewinn der Bank brach im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 28 Millionen auf sechs Millionen Euro ein. Nach Steuern verblieb lediglich ein Gewinn von fünf Millionen Euro. Dieser Rückgang um rund 80 Prozent resultiert primär aus dem strategischen Ausstieg aus der US-Gewerbeimmobilienfinanzierung. Parallel dazu drückten geringere Zinseinnahmen und negative Bewertungseffekte die operativen Erträge um mehr als ein Drittel auf 77 Millionen Euro.

Trotz der Ergebnisbelastung meldet das Institut Fortschritte beim Abbau riskanter Positionen. Das Volumen notleidender Kredite im US-Segment sank von 900 Millionen auf etwa 600 Millionen Euro. Dieser Prozess wird durch die gezielte Veräußerung von Forderungen und die Verwertung betroffener Immobilien vorangetrieben.

Wachstum im Neugeschäft federt Rückgang ab

Im Gegensatz zur Gewinnentwicklung zeigt das operative Kerngeschäft eine positive Dynamik. Das Neugeschäft in der gewerblichen Immobilienfinanzierung stieg um fast ein Fünftel auf 1,3 Milliarden Euro. Die Bank nutzt hierbei die Chance, das Portfolio abseits der Problemzonen neu auszurichten.

Indes hält der Vorstand an seiner Prognose für das Gesamtjahr fest. Vorstandschef Kay Wolf peilt weiterhin einen Vorsteuergewinn in einer Spanne von 30 bis 40 Millionen Euro an. Die operativen Erträge sollen am Jahresende zwischen 375 und 425 Millionen Euro liegen. Für das Neugeschäft bleibt das Zielvolumen von bis zu 8,5 Milliarden Euro bestehen, um das Gesamtkreditportfolio wieder auf rund 28 Milliarden Euro zu heben.

Markt reagiert mit deutlichen Abgaben

Anleger zeigen sich von der Bestätigung der Jahresziele wenig beeindruckt. Die Aktie verliert am Dienstag über sechs Prozent an Wert und notiert aktuell bei 3,19 Euro. Damit setzt sich die schwache Tendenz des laufenden Jahres fort, in dem das Papier bereits mehr als 23 Prozent an Boden verloren hat.

Analysten bewerten die Lage differenzierter als der breite Markt. Warburg Research stuft den Titel weiterhin mit „Buy“ ein und sieht ein Kursziel von 5,50 Euro. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die Bank die US-Altlasten schnell genug abbauen kann, um die versprochene Gewinnstabilisierung bis zum Jahresende tatsächlich zu realisieren.