Deutsche Pfandbriefbank Aktie: US-Risiken um 30 Prozent abgebaut

Neue Aufsichtsratsmitglieder und stabiles Aktionärsvertrauen trotz Kritik am Vergütungsbericht. REIS-Segment und Neugeschäft wachsen.

Deutsche Pfandbriefbank Aktie
Kurz & knapp:
  • Jan Kupfer übernimmt Aufsichtsratsvorsitz
  • REIS-Segment erzielt 11 Millionen Euro
  • Neugeschäftsvolumen steigt um 18 Prozent
  • Vergütungsbericht von Aktionären abgelehnt

Die Deutsche Pfandbriefbank hat ihre Hauptversammlung mit klaren Signalen beendet: neues Personal im Aufsichtsrat, strategische Weichenstellungen — und ein deutlicher Dämpfer für das Management beim Blick zurück.

Führungswechsel im Kontrollgremium

Jan Kupfer wurde planmäßig in den Aufsichtsrat gewählt und tritt die Nachfolge von Louis Hagen an, der sein Mandat niedergelegt hatte. Kupfer soll zeitnah den Vorsitz übernehmen. Mit Gertraud Dirscherl wurde ein weiteres neues Mitglied ins Gremium gewählt.

Vorstand und Aufsichtsrat erhielten ihre Entlastung mit rund 96 Prozent der abgegebenen Stimmen. Das signalisiert breites Aktionärsvertrauen in die operative Führung — trotz der Belastungen durch den US-Gewerbeimmobilienmarkt in den Vorjahren.

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REIS-Segment und Neugeschäft als Wachstumshebel

Seit Jahresbeginn 2026 ist die Integration von Deutsche Investment abgeschlossen. Das neue Segment „Real Estate Investment Solutions“ (REIS) steuerte im ersten Quartal bereits rund 11 Millionen Euro zum operativen Ertrag bei. CEO Kay Wolf will die Abhängigkeit von klassischer Kreditfinanzierung reduzieren und provisionsabhängige Geschäfte ausbauen — mit Fokus auf europäische Kernmärkte, Green Loans und Logistikimmobilien.

Das Neugeschäftsvolumen stieg im ersten Quartal auf 1,3 Milliarden Euro, ein Plus von rund 18 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Beim US-Portfolio, lange der größte Risikoherd, sanken die notleidenden Kredite um rund 30 Prozent auf etwa 0,4 Milliarden Euro. Die Kernkapitalquote liegt bei 13,4 Prozent — ausreichend Puffer für den weiteren Umbau.

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Abstimmungsschlappe beim Vergütungsbericht

Rund 60 Prozent der Aktionäre lehnten den rückblickenden Vergütungsbericht für das abgelaufene Geschäftsjahr ab. Das neue Vergütungssystem für den Vorstand billigten sie hingegen mit 86 Prozent. Die Botschaft ist eindeutig: Die Aktionäre schauen nach vorn, wollen aber die Diskrepanz zwischen früherer Gehaltsstruktur und schwacher Geschäftsentwicklung nicht kommentarlos abhaken.

An der Börse hält sich die Aktie nach der Hauptversammlung stabil. Mit 3,52 Euro notiert sie rund 29 Prozent über dem Märztief, liegt aber noch deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von 5,75 Euro. Ein Analysehaus bestätigte zuletzt die Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 5,50 Euro — und verwies auf die Fortschritte beim Abbau der US-Risiken.

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