Die Bundesregierung hat entschieden: T-Systems und SAP bauen das digitale Rückgrat der deutschen Verwaltung. Ein knapp 250 Millionen Euro schwerer Auftrag geht an das Konsortium — und räumt dabei US-Konkurrent Google aus dem Weg.
Google zieht Einspruch zurück
Lange blockierte ein Rechtsstreit die Vergabe. Google und sein Partner Adesso hatten Einwände gegen das Verfahren eingelegt. Jetzt haben sie die Rüge zurückgezogen. Das macht den Weg frei für eine zügige Umsetzung.
T-Systems und SAP übernehmen 70 Prozent des Projekts. Die restlichen 30 Prozent gehen an ein zweites Konsortium aus SVA System Vertrieb Alexander, Schwarz Digits und Codesphere. Diese Aufteilung ist bewusst gewählt: Der Bund will keine einseitige technologische Abhängigkeit.
Souveräne KI-Plattform für Behörden
Das Ziel: eine KI-Cloud-Plattform (Platform-as-a-Service) für Bundes-, Landes- und Kommunalbehörden. Sie soll Dokumentenverarbeitung automatisieren und Planungsverfahren beschleunigen. Als erste Anwendung steht der KI-Assistent „Kipitz“ bereit.
Technisch setzt die Plattform auf Zero-Trust-Architektur und das „Bring Your Own Key“-Prinzip. Offene Standards sollen einen Vendor-Lock-in verhindern. Digitalminister Wildberger (CDU) nennt sie das „Rückgrat einer souveränen, digitalen und KI-fähigen Verwaltung“.
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Telekom-Chef Tim Höttges sieht Europa beim Thema KI im Rückstand. Mit Projekten wie diesem wolle man gegensteuern.
Strategischer Sieg gegen Hyperscaler
Für T-Systems ist der Zuschlag mehr als ein Umsatzplus. Er positioniert die Telekom als bevorzugten Partner für hochsichere Staatsaufgaben — in direkter Konkurrenz zu Microsoft und Google, die massiv in KI-Infrastruktur investieren.
Die Telekom-Aktie schloss am Donnerstag bei 29,15 Euro. Auf Sieben-Tage-Sicht legte das Papier rund 5,5 Prozent zu — der Markt reagiert auf die Neuigkeiten aus Berlin spürbar positiv. Anfang Juni 2026 will die EU-Kommission weitere Details zum „Cloud and AI Development Act“ vorstellen, der solche Souveränitätsprojekte künftig europaweit rahmen soll.
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