Die Aktie der Deutschen Telekom hat sich als traditionell defensives Investment bislang in der allgemeinen Schwäche des deutschen Aktienmarktes recht gut gehalten. So steht seit Jahresbeginn ein schönes Plus von +17% zu Buche. Auf Sicht der vergangenen 12 Monate konnte das Papier um satte +53% zulegen.

Hauptversammlung kann neue Impulse setzen

Am 9. April findet die Hauptversammlung der Deutschen Telekom in Bonn statt. Erwartet wird hier eine Erhöhung der jährlichen Dividende auf 0,90 Euro. Das entspricht bei einem heutigen Kurs von 34,16 Euro einer jährlichen Rendite von 2,64%. Diese Anhebung der Dividende signalisiert das Vertrauen der Konzernleitung, die gesteckten Ziele zu erreichen.

Verkauf des Staatsanteils könnte bald kommen

Immer noch besitzt der deutsche Staat direkt rund 14% der Telekom-Aktien. Weitere knapp 14% kommen noch hinzu, die bei der staatlichen KfW liegen. Insgesamt hat das Paket einen aktuellen Wert von knapp 48 Milliarden Euro. In Zeiten „klammer“ Staatskassen und eines gigantischen Investitionsbedarfs bei der Infrastruktur könnte die neue Bundesregierung versucht sein, diesen Schatz zu heben und die Aktien zu Geld zu machen.

Ein Verkauf würde den Kurs beflügeln

Wenn es zu einem solchen Verkauf kommt, wird dieser in der Regel im Bieterverfahren durchgeführt. Interessenten nehmen also an einer Art Versteigerung teil. Erfahrungsgemäß treibt das den Preis nach oben. Es steht zu erwarten, dass deutlich mehr als die 48 Milliarden erzielt werden. Das wird dann auch den Kurs der Aktie an der Börse positiv beeinflussen. Denn sonst würden sich die potenziellen Käufer eher am Markt eindecken, als an der Versteigerung teilzunehmen. Die Aktionäre der Deutschen Telekom wird es freuen. Zudem werden mit der HV hohe Dividenden ausgeschüttet.