Die Deutsche Telekom startet in eine Woche, die gleich mehrere Druckpunkte bündelt. Am 26. und 27. Mai steht die vierte Tarifverhandlungsrunde an — bislang ohne Ergebnis, mit wachsendem Druck aus der Belegschaft.
Arbeitskampf eskaliert schrittweise
Seit dem Start des Arbeitskampfs am 28. April haben sich mehr als 20.000 Beschäftigte an Warnstreiks beteiligt. Der stärkste Tag war der 7. Mai mit rund 9.000 Streikenden. In der dritten Runde Mitte Mai legten die Arbeitgeber erstmals ein Strukturangebot vor — ver.di wies es als völlig unzureichend zurück.
Die Gewerkschaft fordert 6,6 Prozent mehr Entgelt für rund 70.000 Tarifbeschäftigte. Neu in dieser Runde: Erstmals folgten auch Beschäftigte der Telekom-Tochtergesellschaften T-Systems und Deutsche Telekom Services Europe Solidaritätsstreikaufrufen. Das verbreitert die Druckbasis erheblich.
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Operative Stärke trifft schwachen Kurs
Das Zahlenwerk aus dem ersten Quartal ist solide. Die organischen Konzernserviceerlöse wuchsen um 4,6 Prozent, das organische EBITDA um 7,5 Prozent. Das bereinigte Ergebnis je Aktie legte um 8 Prozent zu, die Jahresprognose von 10 Prozent Wachstum steht.
An der Börse spiegelt sich das kaum wider. Die Aktie notiert rund 5,5 Prozent unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts, auf Jahressicht liegt sie gut 15 Prozent im Minus. Der Konzern nutzt die Kursschwäche für sein laufendes Rückkaufprogramm: Allein in der ersten Maiwoche kaufte er rund 1,6 Millionen eigene Aktien für gut 45 Millionen Euro zurück. Das Gesamtprogramm für 2026 umfasst bis zu 2 Milliarden Euro.
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Fusionsüberlegungen im frühen Stadium
Im Hintergrund läuft eine weitreichende Strukturdebatte. Bloomberg berichtete unter Berufung auf Insider, die Telekom erwäge eine Verschmelzung mit T-Mobile US über eine gemeinsame Holding, die ein Übernahmeangebot für beide Konzerne abgeben würde. CEO Timotheus Höttges lehnte jeden Kommentar zu Marktspekulation ab.
Die Überlegungen befinden sich laut Bericht in einem frühen Stadium. Politisch heikel: Bund und KfW halten gemeinsam rund 28 Prozent an der Telekom. Eine Fusion würde ihren Einfluss auf kritische Infrastruktur deutlich reduzieren — Widerstand aus Berlin wäre absehbar.
Ausblick auf die entscheidenden Wochen
Das Tarifthema bleibt der kurzfristige Unsicherheitsfaktor. Ein teurer Kompromiss bei den Lohnverhandlungen würde die Margen direkt belasten. Parallel dazu plant die Telekom für Oktober ein Investor-Event mit Fokus auf KI-Anwendungen — ausgebuchte Nvidia-B200-Kapazitäten in München sollen dabei als Beleg für die Nachfragestärke dienen. Den nächsten Quartalsbericht legt das Unternehmen im August vor.
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