Goldman Sachs senkt das Kursziel für Deutsche Telekom von 42 auf 40 Euro — und bekräftigt trotzdem das „Buy“-Rating. Das klingt nach einem Widerspruch, ist aber eine klare Botschaft: Analyst Andrew Lee sieht kein strukturelles Problem, sondern passt lediglich seine Schätzungen nach dem ersten Quartal an.
Die Aktie steht auf Goldmans Conviction-Liste, also unter den überzeugendsten Ideen des Hauses. In einer zweiten Einschätzung vom 19. Mai unterstrich Lee, dass der Quartalsbericht Klarheit über die strategischen Optionen des Konzerns gebracht habe. Der befürchtete Wettbewerbsdruck von Verizon in den USA sei ausgeblieben. Lee setzt weiter auf T-Mobile US als Wachstumstreiber — und erwartet stetig steigende Markterwartungen.
T-Mobile US liefert, Prognose zieht nach
Die US-Tochter rechtfertigt dieses Vertrauen mit Zahlen. Der Service-Umsatz stieg um 11,3 Prozent, das bereinigte EBITDA um 11,9 Prozent. Über 500.000 neue Breitbandanschlüsse kamen hinzu, die Kundenprognose wurde angehoben. Der Telekom-Anteil an T-Mobile US liegt inzwischen bei fast 54 Prozent — passiv gewachsen durch die massiven Aktienrückkäufe der US-Tochter.
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Konzernchef Tim Höttges hob die Jahresprognose leicht an: Das bereinigte EBITDA AL soll nun rund 47,5 Milliarden Euro erreichen, der freie Mittelzufluss mehr als 19,8 Milliarden Euro.
Rückkäufe stützen, Tarifkonflikt belastet
Auch auf Konzernebene läuft ein milliardenschweres Rückkaufprogramm. Allein in der vergangenen Woche erwarb die Telekom eigene Aktien für rund 45 Millionen Euro. Bis Ende Juni sind Käufe von bis zu 550 Millionen Euro geplant — im Gesamtjahr bis zu zwei Milliarden Euro.
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Ein Gegengewicht bildet der laufende Tarifkonflikt. Ende Mai geht die vierte Verhandlungsrunde mit ver.di für rund 60.000 Beschäftigte in die nächste Runde. Die Gewerkschaft fordert 6,6 Prozent mehr Lohn sowie einen Bonus für Mitglieder. Scheitert auch diese Runde, droht eine Ausweitung der Arbeitskämpfe — mit spürbaren Folgen für die inländische Kostenstruktur im zweiten Halbjahr.
Knapp über der 200-Tage-Linie
Charttechnisch steht die Aktie an einem sensiblen Punkt. Mit 29,30 Euro notiert sie nur hauchdünn über dem 200-Tage-Durchschnitt von 29,21 Euro. Ein nachhaltiger Ausbruch über diese Marke fehlt bislang. In den vergangenen sieben Tagen gewann die Aktie gut vier Prozent, liegt aber seit zwölf Monaten rund 13 Prozent im Minus.
Die nächste fundamentale Orientierung liefern die Q2-Zahlen — voraussichtlich am 6. August 2026.
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