Die Deutsche Telekom treibt ihre US-Expansion auf die Spitze. Konzernchef Tim Höttges plant offenbar die vollständige Übernahme von T-Mobile US. Während das Management in den Staaten Milliarden bewegt, drückt die Aktie auf den tiefsten Stand seit Monaten.
Griff nach der US-Tochter
Der Bonner Konzern hält bereits die Mehrheit an dem amerikanischen Mobilfunkriesen. Das reicht Höttges offenbar nicht mehr. Einem Bericht des Wall Street Journals zufolge strebt er die komplette Fusion an. Dafür muss die Telekom die verbleibenden Minderheitsaktionäre auskaufen. T-Mobile US liefert bereits heute rund zwei Drittel des gesamten Konzernumsatzes.
Parallel dazu lockt die US-Tochter mit einer Gewinnausschüttung. Das Board von T-Mobile US hat eine vierteljährliche Dividende von 1,02 US-Dollar genehmigt. Aktionäre erhalten das Geld am 10. September 2026. Aufs Jahr hochgerechnet entspricht das einer Rendite von etwa 2,2 Prozent.
Gegenwind im Heimatmarkt
Im deutschen Heimatmarkt kämpft das Unternehmen derweil mit Industriekunden. Die Telekom schaltet im Sommer 2028 das alte 2G-Netz ab. Das schafft Platz für moderne Frequenzen. Die Folge: Rund 5,5 Millionen Autos verlieren ihr eCall-Notrufsystem.
Der Verband der Automobilindustrie fordert einen Weiterbetrieb für mindestens zehn Jahre. Der TÜV-Verband bringt einen Kompromiss ins Spiel. Prüfer sollen den Ausfall bei der Hauptuntersuchung nicht als erheblichen Mangel werten. Die Telekom muss nun zwischen Netzmodernisierung und den Wünschen wichtiger Großkunden abwägen.
Neben solchen Infrastruktur-Konflikten testet der Konzern neue Technologien. Die Telekom nutzt als Firmenkunde das „Portal Pools“-Modell von SQD Networks. Damit wickelt das Unternehmen Zahlungen für den Zugriff auf Blockchain-Daten ab.
Charttechnik signalisiert Vorsicht
An der Börse überwiegt aktuell die Skepsis. Die Aktie beendete die Handelswoche bei 26,72 Euro. Auf Wochensicht verlor das Papier 5,68 Prozent an Wert. Der Abstand zum 52-Wochen-Tief bei 25,99 Euro schrumpft damit bedrohlich.
Das Chartbild bleibt kurzfristig angespannt. Der Relative-Stärke-Index liegt bei 33,3 und signalisiert einen fast überverkauften Zustand. Für eine nachhaltige Trendwende muss der Kurs die 200-Tage-Linie bei 28,94 Euro zurückerobern. Gelingt das nicht, droht ein direkter Test der bisherigen Jahrestiefs.
Deutsche Telekom-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Deutsche Telekom-Analyse vom 20. Juni liefert die Antwort:
Die neusten Deutsche Telekom-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Deutsche Telekom-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Deutsche Telekom: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

