Deutsche Telekom Aktie: Letzte Tarifverhandlung am 26. Mai

In der vierten Verhandlungsrunde droht bei der Telekom eine Eskalation des Arbeitskampfes. Ver.di lehnt das Angebot ab.

Deutsche Telekom Aktie
Kurz & knapp:
  • Vierte und finale Tarifverhandlungsrunde
  • Ver.di fordert 6,6 Prozent mehr Gehalt
  • Warnstreiks in mehreren Bundesländern
  • Starke Quartalszahlen des Konzerns

Potsdam, 26. Mai 2026: Die Deutsche Telekom sitzt an diesem Dienstag am Verhandlungstisch — begleitet von Warnstreiks in Hamburg, Hessen und weiteren Bundesländern. Es ist die vierte und letzte planmäßige Tarifverhandlungsrunde. Ein Abschluss oder eine Eskalation des Arbeitskampfs entscheidet sich jetzt.

Verhärtete Fronten nach drei Runden

Ver.di fordert für rund 70.000 Tarifbeschäftigte eine Entgeltsteigerung von 6,6 Prozent. Hinzu kommen ein Mitgliederbonus von 660 Euro jährlich sowie eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 120 Euro monatlich.

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Nach drei Verhandlungsrunden liegt zwar erstmals ein Arbeitgeberangebot auf dem Tisch — ver.di wies es als völlig unzureichend zurück. Seit dem Start des Arbeitskampfs am 28. April haben sich mehr als 32.000 Beschäftigte an Warnstreiks beteiligt. An diesem Dienstag sind allein in Hessen alle Telekom-Standorte aufgerufen, die Arbeit niederzulegen: Kassel, Frankfurt, Darmstadt und weitere Betriebe. Kundentermine dürften ausfallen, Hotlines erheblich belastet sein.

Starke Zahlen, aber kein Freifahrtschein

Der Tarifkonflikt trifft einen Konzern in robuster Verfassung. Im ersten Quartal 2026 wuchs der Umsatz organisch um 4,7 Prozent auf 29,9 Milliarden Euro. Das bereinigte EBITDA AL legte organisch um 7,5 Prozent auf 11,5 Milliarden Euro zu — ein Ergebnis, das ver.di als Argument für mehr Spielraum am Verhandlungstisch nutzen dürfte.

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Für das Gesamtjahr 2026 plant der Konzern mit einem bereinigten EBITDA AL von rund 47,5 Milliarden Euro und einem Free Cashflow von mehr als 19,8 Milliarden Euro. Parallel baut die Telekom ihr Geschäftsportfolio aus: Mit „Satellite Internet Access by Starlink“ ist sie nach eigenen Angaben der einzige deutsche Netzbetreiber, der satellitengestütztes Business-Breitband als vollständig verwalteten Service anbietet.

Was nach heute kommt

Weitere planmäßige Verhandlungstermine gibt es nicht. Einigen sich die Parteien nicht, müsste ein neuer Termin vereinbart oder der Arbeitskampf ausgeweitet werden. Die Deutsche Telekom-Aktie hatte erst am 22. Mai ihre 200-Tage-Linie nach oben gekreuzt — ein Tarifabschluss könnte diesen Impuls festigen, eine Eskalation ihn bremsen.

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