Deutsche Telekom Aktie: Vierte Verhandlung am 26. Mai

Die vierte Tarifrunde bei der Telekom rückt näher, während Warnstreiks den Betrieb belasten. Anleger warten auf Signale für den Aktienkurs.

Deutsche Telekom Aktie
Kurz & knapp:
  • 32.000 Beschäftigte im Warnstreik
  • Vierte Verhandlungsrunde ab Dienstag
  • Aktie notiert nahe 200-Tage-Linie
  • Quartalszahlen zeigen gemischtes Bild

Mehr als 32.000 Beschäftigte haben in den vergangenen Tagen die Arbeit niedergelegt. Bis einschließlich heute läuft der dritte Warnstreiktag in Folge – und am kommenden Dienstag beginnt die vierte Verhandlungsrunde zwischen der Deutschen Telekom und der Gewerkschaft ver.di.

Die Aktie notiert am Donnerstag bei 28,98 Euro, ein Minus von 0,55 Prozent zum Vortag. Damit liegt der Kurs knapp unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 29,20 Euro – und rund drei Prozent unter dem 50-Tage-Mittel. Seit dem 52-Wochen-Hoch bei 34,25 Euro vor knapp einem Jahr fehlen gut 15 Prozent.

Streikwelle mit Nachdruck

Vom 19. bis 21. Mai streiken Beschäftigte bundesweit vollschichtig. Kundgebungen laufen zeitgleich an acht Standorten: Hannover, Frankfurt, Stuttgart, Schwerin, Köln, Nürnberg, München und Berlin. ver.di fordert 6,6 Prozent mehr Entgelt sowie einen Mitgliederbonus für die rund 60.000 Tarifbeschäftigten.

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Die dritte Verhandlungsrunde Anfang Mai in Potsdam brachte erstmals ein Arbeitgeberangebot – ein sogenanntes Strukturangebot. ver.di-Verhandlungsführer Frank Sauerland wies es als völlig unzureichend zurück. Zwar zeigte er sich offen für Gespräche über den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen. Was die Arbeitgeber beim Entgelt skizzierten, reiche aber nicht annähernd zur Sicherung der Reallöhne.

Operative Folgen spürbar

Die Streiks hinterlassen Spuren beim Kunden. Verzögerungen im technischen Service und im Glasfaserausbau sind die Folge, Terminabsagen und schlechtere Erreichbarkeit ebenfalls. Erstmals beteiligen sich auch Beschäftigte der Privatkunden-Vertriebsgesellschaft, der Services Europe SE und von T-Systems an Solidaritätsstreiks.

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Das Timing ist heikel: Die vierte und vorerst letzte vereinbarte Verhandlungsrunde ist für den 26. und 27. Mai terminiert.

Starke Zahlen als Rückenwind

Trotz des Arbeitskonflikts lief das Geschäft im ersten Quartal solide. Der organische Umsatz stieg um 4,7 Prozent auf 29,9 Milliarden Euro, das bereinigte EBITDA AL legte um 7,5 Prozent auf 11,5 Milliarden Euro zu. Der Free Cashflow erreichte 5,7 Milliarden Euro. Der Nettogewinn sank allerdings um 28 Prozent – die Prognose für 2026 wurde dennoch leicht angehoben.

Für die kommenden Handelstage wird die vierte Verhandlungsrunde zum Kursmotor. Einigung kann die Unsicherheit schnell vertreiben. Eskalation dagegen dürfte die Stimmung weiter belasten. Die Streikbeteiligung von über 32.000 Beschäftigten zeigt, wie groß der Druck von der Basis ist – die Erwartungen an ein ernsthaftes Angebot sind hoch.

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