Die Deutsche Telekom hat einen neuen Schritt in ihrem Cloud-Geschäft vollzogen. Das IT-Unternehmen Bechtle, das im MDAX und TecDAX notiert ist, integriert ab sofort die Open Telekom Cloud in sein Multi-Cloud-Angebot. Damit steht die Telekom-Lösung künftig neben den Diensten von AWS, Google Cloud und Microsoft auf einer gemeinsamen Plattform zur Verfügung.

Für die Bonner bedeutet das: Mehr Reichweite bei Geschäftskunden, die ihre IT-Infrastruktur flexibel gestalten wollen. Bechtle verspricht seinen Kunden damit „noch mehr Wahlfreiheit“ bei der Umsetzung digitaler Strategien. Die Partnerschaft wurde am 19. Dezember 2025 bekannt gegeben.

Analysten bullisch – Börse bleibt kalt

Doch die positive Nachricht verpufft an der Börse nahezu wirkungslos. Ein bemerkenswertes Phänomen: Während Analysten der Telekom-Aktie durchaus optimistisch gegenüberstehen, lassen die Anleger die Aktie links liegen. Die Rolle des „DAX-Aschenputtels“ scheint vom Energiekonzern RWE auf die Telekom übergegangen zu sein.

Kann die Cloud-Offensive diese Lethargie durchbrechen? Die Zahlen sprechen eine andere Sprache. Trotz strategischer Fortschritte im zukunftsträchtigen Cloud-Geschäft fehlt der Aktie die nötige Dynamik. Investoren bleiben zurückhaltend, obwohl das Unternehmen seine Position im umkämpften europäischen Cloud-Markt ausbaut.

Drei Schritte zum Ausbruch?

Charttechnisch befindet sich die Aktie in einer Phase, in der ein bullisches Signal möglich wäre – allerdings nur unter bestimmten Bedingungen. Die technische Analyse deutet auf drei notwendige Schritte hin, bevor die Aktie aus ihrer aktuellen Seitwärtsbewegung ausbrechen könnte.

Die Partnerschaft mit Bechtle unterstreicht zumindest die strategische Ausrichtung: Die Telekom positioniert sich als europäische Alternative zu den US-Hyperscalern. Ob diese Strategie auch an der Börse verfängt, wird sich zeigen müssen.