Deutz: 11 Prozent Wochenverlust vor John-Deere-Zahlen

Trotz starkem Auftragseingang und verbesserter Marge verliert die Deutz-Aktie an Wert. Die anstehenden Quartalszahlen von John Deere belasten die Stimmung.

Deutz AG Aktie
Kurz & knapp:
  • Kursverlust von rund elf Prozent
  • Auftragseingang steigt um 41 Prozent
  • Operative Marge verbessert auf sieben Prozent
  • Analysten sehen Kursziel bei 12,95 Euro

Starke Auftragsbücher, schwacher Aktienkurs — bei Deutz klaffen operative Realität und Marktstimmung derzeit auseinander. Der Kölner Motorenbauer verliert auf Wochensicht rund elf Prozent an Wert. Mit einem aktuellen Kurs von 9,54 Euro notiert das Papier nur noch knapp über der viel beachteten 200-Tage-Linie.

Die Zurückhaltung der Investoren hat einen konkreten Auslöser jenseits des eigenen Geschäfts. Am morgigen Donnerstag öffnet der US-Gigant John Deere seine Bücher. Der Weltmarktführer für Landmaschinen gilt als Taktgeber für die gesamte Antriebs- und Agrarbranche. Analysten rechnen bei den Amerikanern mit einem spürbaren Umsatzrückgang. Das drückt präventiv auf die Stimmung im Sektor.

Starkes Auftaktquartal

Dabei lieferte Deutz selbst zuletzt überzeugende Argumente. Im ersten Quartal kletterte der Auftragseingang um gut 41 Prozent auf 771 Millionen Euro. Auch die Profitabilität verbesserte sich. Das bereinigte operative Ergebnis stieg auf rund 37 Millionen Euro.

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Die operative Marge legte im gleichen Schritt spürbar auf sieben Prozent zu. Unter dem Strich stand ein Quartalsgewinn je Aktie von 0,14 Euro, nachdem im Vorjahr noch ein Verlust anfiel. Für das Gesamtjahr erwarten Analysten rund 92 Cent je Anteilsschein.

Analysten bleiben optimistisch

Trotz der jüngsten Korrektur halten Marktbeobachter an ihrer positiven Einschätzung fest. Häuser wie Berenberg und Warburg Research raten weiterhin zum Kauf. Das durchschnittliche Kursziel taxieren sie auf 12,95 Euro. Damit sehen die Experten den fairen Wert sogar noch über dem jüngsten Jahreshoch von 12,46 Euro.

Kurzfristig richtet sich der Blick nach Übersee. Die Quartalszahlen von John Deere werden zeigen, wie stark sich die Abkühlung im Agrarsektor tatsächlich auf die Zulieferer auswirkt. Fällt der US-Bericht besser aus als befürchtet, könnte die technische Unterstützung bei 9,51 Euro für Deutz als Sprungbrett für eine Gegenbewegung dienen.

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Über Dieter Jaworski 4213 Artikel

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Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

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