Die Rüstungs-Fantasie trieb den Kurs, jetzt regiert die Ernüchterung. Bei der Deutz-Aktie beschleunigt sich am Mittwoch der Absturz. Das Papier verliert fast fünf Prozent auf 8,74 Euro. Zeitweise brach der Wert am Handelstag sogar um sechs Prozent ein.

Damit setzt der Kölner Motorenbauer seine schwache Serie fort. Auf Monatssicht steht ein Minus von über neun Prozent auf der Kurstafel. Auf Jahressicht rettet die Aktie nur noch ein hauchdünnes Plus. Die Folge: Aktionäre werden zunehmend nervös.

Wichtige Linien durchbrochen

Noch im Februar markierte der Titel ein Hoch bei 12,49 Euro. Davon ist der Kurs mittlerweile rund 30 Prozent entfernt. Der aktuelle Rutsch drückt die Papiere unaufhaltsam unter wichtige Trendlinien.

Der Abstand zur 200-Tage-Linie bei 9,55 Euro wächst rasant. Zuvor war ein Ausbruchsversuch an genau dieser Marke gescheitert. Der abgewiesene Pullback zieht nun weitere Verkäufer an. Dieser konstante Verkaufsdruck spiegelt sich tief im negativen Chaikin Money Flow wider.

Nervosität bleibt hoch

Die Schwankungen im Handel bleiben enorm. Das belegt die annualisierte Volatilität von über 40 Prozent. Marktbeobachter werten das anhaltend hohe Verkaufsvolumen als echtes Strukturproblem im Chart. Der RSI-Wert von 38,5 signalisiert zwar eine stark abgekühlte Stimmung. Eine schnelle Trendwende ergibt sich daraus allerdings nicht.

Die Puffer auf der Unterseite schwinden rasant. Fällt der Kurs unter das aktuelle Niveau, rückt eine kritische Zone in den Fokus. Diese Unterstützung verläuft im Bereich zwischen 7,33 und 7,41 Euro. Hier liegt auch das bisherige 52-Wochen-Tief. Ein Test dieser Marke rückt näher, falls stützende Impulse aus dem operativen Geschäft ausbleiben.