Für Diginex wird die kommende Woche zur Bewährungsprobe. Am 29. Mai läuft die Frist für die milliardenschwere Übernahme von Resulticks ab. Gelingt der Abschluss nicht, droht ein massiver Vertrauensverlust.
Drei Zukäufe in 16 Monaten
Seit dem Nasdaq-Börsengang im Januar 2025 hat Diginex über 100 Millionen US-Dollar in drei Akquisitionen investiert. Ziel: aus einem Nachhaltigkeits-Reporting-Dienst eine globale KI- und Technologieplattform zu formen.
Die Übernahmen im Überblick:
- Matter DK ApS (Oktober 2025): 13 Millionen US-Dollar für ESG-Analyse und nachhaltige Finanzdaten.
- The Remedy Project (Januar 2026): 1.000.000 Stammaktien initial, weitere 1.000.000 als Earnout – bewertet mit 3,79 US-Dollar je Aktie.
- PlanA.earth (Januar 2026): 55 Millionen Euro (rund 64 Millionen US-Dollar), überwiegend in Aktien, für die KI-Plattform für Kohlendioxid-Bilanzierung.
Hinzu kommt ein Reseller-Vertrag mit einem Umsatzziel von bis zu 40 Millionen US-Dollar über vier Jahre. Der Gründer und Vorsitzende sicherte Kapitalzusagen von 25,4 Millionen US-Dollar zu.
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Neue Führungskraft für Menschenrechte
Zeitgleich baute Diginex das Führungsteam aus. Am 13. Mai ernannte das Unternehmen Archana Kotecha zur Chief Impact Officer. Sie kommt von The Remedy Project, das Diginex übernommen hatte. Kotecha ist erfahrene Barristerin und Mediatorin mit knapp zwei Jahrzehnten Beratungserfahrung.
Resulticks-Frist läuft
Der milliardenschwere Deal steht im Mittelpunkt. Am 16. April 2026 unterzeichnete Diginex einen Vertrag zur Übernahme von Resulticks – eine reine Aktientransaktion im Wert von 1,5 Milliarden US-Dollar. Beide Seiten einigten sich auf den 29. Mai als finalen Stichtag.
Eine Garantie für den Abschluss gibt es nicht. Der Reseller-Vertrag mit Resulticks läuft unabhängig davon weiter.
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Kursverfall als Misstrauenssignal
Die Aktie zeigt extreme Volatilität. Am 21. Mai schwankte der Kurs zwischen 1,02 und 1,31 US-Dollar – eine Spanne von fast 28 Prozent an einem Tag. In der Vorwoche fiel der Kurs auf 0,90 US-Dollar, ein neues 52-Wochen-Tief.
Zum Vergleich: Das 52-Wochen-Hoch liegt bei 318,84 US-Dollar. Der Referenzpreis für die Übernahmeaktien beträgt nach dem 8-zu-1-Aktiensplit 10,56 US-Dollar. Der aktuelle Kurs liegt rund 90 Prozent darunter. Das signalisiert tiefe Skepsis, ob der Mega-Deal zustande kommt.
Ausblick: Frist entscheidet
Bis zum 29. Mai müssen beide Seiten die offenen Workstreams abschließen. Gelingt das nicht, steht Diginex ohne den erhofften Wachstumsschub da. Der Reseller-Vertrag bleibt als Sicherheitsnetz – aber er ersetzt keine 1,5-Milliarden-Transaktion. Die Börse wird in den nächsten Tagen ihr Urteil fällen.
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