Der 12. Juni sollte Klarheit für Diginex bringen. Stattdessen herrscht Funkstille. Die verlängerte Frist für die geplante Übernahme von Resulticks ist verstrichen. Eine offizielle Vollzugsmeldung fehlt. Die Börse reagiert prompt. Die Aktie fällt heute um 1,96 Prozent auf 0,99 US-Dollar.

Hängepartie um Resulticks

Ursprünglich wollte Diginex den KI-Spezialisten Resulticks bis Ende Mai kaufen. Die Parteien verschoben diesen Termin auf den 12. Juni. Auch dieses Datum verstrich ohne Ergebnis. Das Management hatte zuvor gewarnt. Eine Garantie für den Abschluss gebe es nicht.

Dabei geht es um viel. Diginex plant eine reine Aktientransaktion im Wert von 1,5 Milliarden US-Dollar. Der vereinbarte Preis liegt bei 1,32 US-Dollar je Aktie. Resulticks liefert starkes Wachstum. Der Zukauf soll künftig rund 150 Millionen US-Dollar Jahresumsatz beisteuern.

Kampf gegen das Delisting

Ein weiteres Problem: die Börsennotierung. Die Nasdaq fordert einen Aktienkurs von dauerhaft über 1,00 US-Dollar. Ende April führte Diginex einen Aktiensplit im Verhältnis 1-zu-8 durch. Das hob den Kurs mechanisch an.

Der Effekt verpufft bereits. Mit dem aktuellen Rückgang rutscht das Papier wieder unter die kritische Marke. Die Volatilität ist mit annualisiert knapp 131 Prozent extrem hoch. Der RSI-Wert von 34 deutet auf eine stark angeschlagene Verfassung hin.

Chairman Miles Pelham verweist auf sein persönliches Investment von 25,4 Millionen US-Dollar. Das soll Vertrauen schaffen. Die Uhr tickt derweil unerbittlich weiter. Bis zum 21. September 2026 muss Diginex die Nasdaq-Auflagen zwingend erfüllen. Ohne eine Vollzugsmeldung zur Resulticks-Übernahme rückt dieses Datum nun in den Fokus der Märkte.