Diginex bereitet eine Milliardenübernahme vor. Zuvor muss das Unternehmen jedoch sein Überleben an der Börse sichern. Ein drastischer Kapitalschnitt soll den Rauswurf aus der Nasdaq verhindern.

Reverse Split gegen den Penny-Stock-Status

Am Dienstag tritt eine Aktienzusammenlegung in Kraft. Offizielle SEC-Dokumente bestätigen den Schritt. Aus acht bestehenden Aktien wird ein neues Papier.

Die Maßnahme erfüllt einen klaren Zweck. Diginex muss die regulatorischen Vorgaben der Nasdaq einhalten. Die Börse verlangt einen Mindestkurs von einem US-Dollar. Zuletzt pendelte der Kurs bei knapp 0,49 US-Dollar. Der Split hebt den rechnerischen Wert der Aktie auf fast vier US-Dollar.

Die technische Rettungsaktion flankiert einen fundamentalen Umbau. Diginex kauft die KI-Plattform Resulticks. Der Preis für diese Transaktion liegt bei 1,5 Milliarden US-Dollar.

Strenge Regeln für frisches Kapital

Das Management ordnet dem Resulticks-Geschäft alles unter. Die Verträge schreiben eine strikte Kapitalverteilung vor. Diginex investiert künftig 85 Prozent aller neuen Mittel direkt in die Tochtergesellschaft. Die vertragliche Obergrenze für diesen Zufluss liegt bei 200 Millionen US-Dollar.

Das Ziel: maximales Wachstum für die neue Datenplattform. Resulticks arbeitet bereits hochprofitabel und liefert eine operative Marge von über 30 Prozent. Diese Ertragskraft soll helfen, die ehrgeizigen Umsatzziele der kommenden Jahre zu erreichen.

In den nächsten Wochen fallen zwei wichtige Entscheidungen. Zunächst muss die Aktie zehn Handelstage am Stück über der Ein-Dollar-Marke bleiben. Nur so sichert Diginex den Verbleib an der Nasdaq. Parallel dazu steht der formelle Abschluss der Resulticks-Übernahme an. Das Management erwartet den Vollzug innerhalb der nächsten 45 Tage.