Diginex plant den größten Zukauf der Firmengeschichte. Ein 1,5 Milliarden US-Dollar schwerer Deal soll das Unternehmen transformieren. Im Hintergrund braut sich indes juristischer Ärger zusammen.
Zwei US-Kanzleien haben Untersuchungen gegen die Plattform eingeleitet. Die Rosen Law Firm und die Schall Law Firm prüfen mögliche Ansprüche von Aktionären. Der Vorwurf: Diginex soll irreführende Geschäftsinformationen veröffentlicht haben. Das Ziel der Anwälte sind Sammelklagen.
Verwirrung um den Kaufpreis
Im Zentrum steht die geplante Akquisition des KI-Spezialisten Resulticks. Diginex will die Übernahme komplett in eigenen Aktien bezahlen. Zuletzt sorgte der Kaufpreis je Aktie für Fragen am Markt. Grund dafür war ein massiver Aktiensplit Ende April.
Nach diesem Aktienzusammenschluss musste das Management den Referenzpreis anpassen. Dieser liegt nun bei 10,56 US-Dollar je Anteilsschein. Zum Vergleich: Ende April notierte das Papier bei lediglich 1,82 US-Dollar. Diginex gibt für den Deal gut 141 Millionen neue Aktien aus.
Neuer Fokus, neue Zahlen
Strategisch bedeutet der Zukauf einen kompletten Umbau. Diginex wandelt sich von einer reinen Compliance-Plattform zu einem integrierten Anbieter für Kundenbindung. Resulticks bringt laut Unternehmensangaben einen Jahresumsatz von rund 150 Millionen US-Dollar mit. Das operative Ergebnis soll bis zu 50 Millionen US-Dollar betragen.
Das Management hofft, den Deal innerhalb der nächsten 30 Tage abzuschließen. Eine Garantie für das Closing gibt es nicht. Gelingt die Integration, liegt die Messlatte hoch. Bis zum Jahr 2027 peilt Diginex einen Gesamtumsatz von 280 Millionen US-Dollar an.
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