Ein Bundesgericht hat Dominion Energy grünes Licht gegeben – die Bauarbeiten am 11,2 Milliarden Dollar schweren Offshore-Windpark vor der Küste Virginias können weitergehen. Richter Jamar Walker vom US-Bezirksgericht für den östlichen Distrikt von Virginia erteilte am Freitag eine einstweilige Verfügung, während die Klage gegen das Innenministerium weiterläuft.
Für den Energieversorger steht viel auf dem Spiel: Bereits knapp 9 Milliarden Dollar hat das Unternehmen in das Coastal Virginia Offshore Wind (CVOW) Projekt investiert. Jeder Tag Stillstand kostete 5 Millionen Dollar. Die Aktie notiert derzeit nahe ihrem 52-Wochen-Hoch von 62,87 Dollar – Investoren werten die jüngste Entwicklung offenbar positiv.
Trump-Administration kassiert dritte Niederlage
Die Entscheidung ist der dritte juristische Rückschlag innerhalb einer Woche für Präsident Donald Trumps Agenda gegen Offshore-Windenergie. Bereits zuvor hatten die Entwickler Orsted und Equinor ähnliche Urteile eines Washingtoner Gerichts errungen. Das Innenministerium hatte am 22. Dezember Stoppbefehle für fünf laufende Projekte verhängt – angeblich wegen neuer, geheimer Erkenntnisse über nationale Sicherheitsrisiken durch Radarstörungen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Dominion Energy?
Richter Walker befand den Baustopp als zu weitreichend. Die von der Regierung angeführten Risiken beträfen den späteren Betrieb der Anlagen, nicht jedoch die Bauphase. Das Innenministerium äußerte sich bislang nicht zu dem Urteil.
660.000 Haushalte sollen profitieren
Das CVOW-Projekt umfasst 176 Offshore-Windturbinen mit einer Gesamtkapazität von 2,6 Gigawatt. Seit 2023 läuft der Bau – genug Energie für bis zu 660.000 Haushalte soll die Anlage nach Fertigstellung liefern. Dominion kündigte an, die Arbeiten in den kommenden Wochen sicher wieder aufzunehmen, um die Energieversorgung zu sichern.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Dominion Energy?
Trotz der immensen Investitionen in das kapitalintensive Infrastrukturprojekt hält der Versorger an seiner Dividendenpolitik fest. 43 Jahre in Folge zahlt Dominion bereits Dividenden – aktuell mit einer Rendite von 4,42 Prozent. Allerdings drückt die Verschuldung: Mit einem Verhältnis von Schulden zu Eigenkapital von 1,83 zeigt sich die Belastung durch Großprojekte deutlich.
Analysten bleiben vorsichtig
Jefferies senkte das Kursziel von 62 auf 60 Dollar und behielt die Einstufung „Hold“ bei – regulatorische Risiken rund um CVOW belasten die Einschätzung. TD Cowen startete die Bewertung ebenfalls mit „Hold“ bei einem Kursziel von 65 Dollar und bezeichnete Dominion als „klassische Turnaround-Geschichte im Versorgungssektor“. BTIG bekräftigte seine neutrale Haltung.
Mit einer Marktkapitalisierung von nahezu 52 Milliarden Dollar versorgt Dominion 3,6 Millionen Stromkunden in Virginia, North Carolina und South Carolina sowie 500.000 Gaskunden in South Carolina. Während der juristische Kampf weitergeht, setzt das Management auf Kooperation mit der Bundesregierung für eine dauerhafte Lösung.
Dominion Energy-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Dominion Energy-Analyse vom 17. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Dominion Energy-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Dominion Energy-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 17. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Dominion Energy: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


