Douglas steckt in einem Spagat, der an der Börse weh tut. Wachstum ist noch da, aber Abschreibungen und eine niedrigere Profitabilität drücken die Story. Jefferies hält trotzdem dagegen und sieht im Umbau sowie in Osteuropa weiter Luft nach oben.
Der Schlusskurs vom Dienstag lag bei 9,16 Euro und markierte das Tief der vergangenen zwölf Monate; seit Jahresbeginn steht ein Minus von 24,55 Prozent. Kein Wunder, dass die neue Einschätzung der US-Bank genau hinschaut.
Jefferies bleibt bei „Buy“ und nennt ein Kursziel von 12,00 Euro. Analyst Henrik Paganetty wertete die Zahlen zwar als schwach, sieht die Belastungen aber als weitgehend erwartet an. Der Fokus liegt damit weniger auf dem Rückschlag im Quartal als auf der Frage, ob die Wachstumsfelder schnell genug tragen.
Wachstum kommt aus den richtigen Ecken
Im zweiten Quartal stieg der Konzernumsatz um 1,1 Prozent auf 949,7 Millionen Euro. Der wichtigste Impuls kam aus Zentral- und Osteuropa, wo Douglas ein Plus von 5,9 Prozent erzielte. Das hilft, weil viele reifere Märkte weniger Dynamik zeigen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Douglas?
Auch Retail Media fällt auf. Das junge Werbegeschäft legte um 20,4 Prozent zu, der E-Commerce wuchs um 2,4 Prozent, während das Filialgeschäft nur leicht zulegte. Für Douglas ist das wichtig, weil Werbeerlöse strukturell höhere Margen versprechen als klassische Handelsumsätze.
Abschreibungen reißen ein Loch
Operativ bleibt der Druck sichtbar. Das bereinigte EBITDA sank um 5,1 Prozent auf 116,1 Millionen Euro, die entsprechende Marge lag bei 12,2 Prozent. Damit reicht das Umsatzplus nicht aus, um die Kosten- und Ergebnisschwäche zu überdecken.
Der eigentliche Bruch liegt in den Wertansätzen. Douglas musste vor allem beim Frankreich-Geschäft unter NOCIBÉ sowie bei Parfumdreams und Niche Beauty nach unten korrigieren. Solche Effekte ändern nicht sofort den Kassenbestand, belasten aber Vertrauen und Bilanzbild.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Douglas?
Die Wertminderungen summierten sich auf 113,5 Millionen Euro und führten zu einem Nettoverlust von 124,6 Millionen Euro. Bereinigt um Sondereffekte lag das Minus bei 10,0 Millionen Euro. Das zeigt: Ohne die Sonderlasten ist die Lage weniger hart, aber auch nicht komfortabel.
Umbau statt Filialoffensive
Das Management zieht Konsequenzen. In gesättigten Märkten wird das Tempo bei Neueröffnungen gedrosselt, Investitionen fließen stärker in Technologie und KI-Anwendungen. Damit verschiebt sich der Schwerpunkt von Fläche zu Effizienz.
Im Quartal wurden elf Filialen eröffnet, zwölf geschlossen. Zum Periodenende betrieb die Gruppe 1.970 Standorte. Die Beauty Card bleibt mit mehr als 64 Millionen Mitgliedern ein zentraler Hebel für Kundenbindung und Daten.
Für das Geschäftsjahr 2025/26 erwartet Douglas den Umsatz am unteren Ende der Spanne von 4,65 bis 4,80 Milliarden Euro. Die bereinigte EBITDA-Marge soll bei rund 16,0 Prozent liegen; beim Verschuldungsgrad peilt das Unternehmen bis September das obere Ende der Zielspanne an. Genau dort liegt der Prüfstein: Wachstum in Osteuropa und Retail Media muss genug Ertrag liefern, um die Belastungen im Kerngeschäft zu überdecken.
Douglas-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Douglas-Analyse vom 13. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Douglas-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Douglas-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Douglas: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

