Die Fußball-Weltmeisterschaft läuft. In Kansas City sichert DroneShield ab sofort den Luftraum über dem Arrowhead Stadium. Operativ feiert das Unternehmen seinen bisher größten zivilen Einsatz. An der Börse herrscht dagegen Katerstimmung. Die Aktie notiert mehr als 50 Prozent unter ihrem Rekordhoch.

Millionen-Förderung für Stadion-Schutz

Das System schützt sechs WM-Spiele im Arrowhead Stadium. Die Polizei von Kansas City nutzt dafür eine vernetzte Plattform zur Drohnenabwehr. Radar- und Funktechnik erkennen unbemannte Flugobjekte frühzeitig. Das US-Heimatschutzministerium finanziert das Projekt. Missouri erhält dafür rund 14 Millionen US-Dollar aus einem Bundesprogramm.

Finanziell steht der Konzern solide da. Im ersten Quartal 2026 stiegen die Kundeneinnahmen um 360 Prozent auf 77,4 Millionen Australische Dollar.

Der Kassenbestand liegt bei gut 222 Millionen Dollar. Schulden hat das Unternehmen keine. Ein komfortables Polster.

Dennoch meiden viele Investoren das Papier. Am Freitag schloss die Aktie bei 1,78 Euro. Auf Monatssicht steht ein Minus von knapp 13 Prozent. Der Kurs verharrt damit deutlich unter seiner 50-Tage-Linie.

Ermittlungen bremsen die Euphorie

Ein Grund für die Zurückhaltung liegt in Australien. Die dortige Aufsichtsbehörde ASIC ermittelt seit Mai. Es geht um Unternehmensmeldungen und Aktienhandel aus dem vergangenen November. Bisher gibt es keine konkreten Maßnahmen. Die Unsicherheit belastet den Kurs trotzdem.

Parallel dazu formiert sich die Führungsspitze neu. Angus Bean leitet den Konzern seit April als neuer CEO. Großinvestoren ziehen sich derweil zurück. Die Citigroup hat ihre Position als wesentlicher Aktionär Anfang Juni aufgegeben.

Die operative Expansion läuft indes nach Plan. Das US-Team hat sich verdoppelt. Die lokale Produktion ist dem ursprünglichen Zeitplan um vier Monate voraus.

Das Halbjahr endet am 30. Juni. Jeder neue Auftrag bis dahin zählt für die kommende Bilanz. Am 26. August präsentiert DroneShield die Halbjahreszahlen. Dann muss das Management beweisen, dass die Expansion in den USA die hohen Erwartungen erfüllt.