Unverändert schwach präsentiert sich die Aktie des australischen Unternehmens DroneShield. Am Donnerstag verlor das Papier weitere 5,8 % und fiel auf nur noch 0,86 Euro. Das ist inzwischen ein echtes Alarmsignal, denn das Jahrestief liegt bei 0,82 Euro. Dass die Aktie noch einmal in diese Kursregionen zurückfallen würde, war lange Zeit kaum absehbar. Noch im Frühjahr hatte DroneShield einen Höchststand von mehr als 2,50 Euro erreicht. Seither geht es nahezu ununterbrochen bergab.

Das 1-Jahres-Tief bleibt in Sichtweite

Die Statistik unterstreicht diese Entwicklung. Seit dem 1. Januar hat die Aktie 52,7 % verloren. Innerhalb der vergangenen zwölf Monate beträgt der Abschlag sogar 74,73 %. Der Abwärtstrend lässt sich damit kaum noch bestreiten. Charttechniker befürchten, dass ein Rückgang unter das bisherige Jahrestief weitere Kursverluste auslösen könnte. Ob es tatsächlich dazu kommt, dürfte allerdings auch davon abhängen, wie sich DroneShield wirtschaftlich entwickelt. Die Enttäuschungen waren zuletzt erheblich. Das Unternehmen hat jüngst bestätigt, dass der Umsatz im laufenden Jahr voraussichtlich bei rund 260 Millionen AUD liegen wird. An der Börse kam das nicht gut an, denn ursprünglich waren Erlöse von mehr als 300 Millionen AUD erwartet worden.

Hinzu kommt der Druck auf die Margen. Zuletzt war davon die Rede, dass DroneShield für das zweite Halbjahr eine Marge von 65 % anstrebt. Im ersten Halbjahr hatte diese noch bei 60 % gelegen. Offenbar haben die Anleger bislang nicht genügend Vertrauen in diese Entwicklung gewonnen. Auch eine weitere Unternehmensmeldung konnte die Stimmung nicht verbessern. Eine US-Tochter hatte einen Auftrag im Umfang von gut 5 Millionen US-Dollar gemeldet. Allerdings stellte sich heraus, dass es sich dabei nicht um einen festen Auftrag, sondern um eine Rahmenvereinbarung handelt, aus der Leistungen erst noch abgerufen werden müssen.

Die Enttäuschung darüber scheint so groß zu sein, dass zahlreiche Investoren ihre Aktien inzwischen auf den Markt geworfen haben. Steigende Zinsen haben auch die allgemeinen Rahmenbedingungen nicht verbessert. DroneShield ist damit erheblich unter Druck geraten. Einige Analysten halten das Papier dennoch weiterhin für deutlich unterbewertet und sehen ihre Kursziele oberhalb der aktuellen Notierungen. Charttechnisch bleibt die Situation dagegen ausgesprochen schwach.