DroneShield will Drohnen künftig nicht nur elektronisch stören, sondern möglicherweise auch mit Laserenergie bekämpfen. Gemeinsam mit AIM Defence wird geprüft, ob das Hochenergiesystem Fractl in die bestehende Abwehrtechnik integriert werden kann. Bislang gibt es daraus weder einen abgeschlossenen Liefervertrag noch eine fertige Integration.
Das bestehende Geschäft ist wesentlich weiter. DroneShield hat DroneSentry X Mk2 Systeme auf Fahrzeugen der US Armee installiert und die Abnahme abgeschlossen. Eine Erweiterung des Vertrags bringt drei zusätzliche Einheiten. Vom Auftrag bis zur Einsatzbereitschaft benötigte das Unternehmen rund 80 Tage.
Trotz dieser Fortschritte steht die Aktie im Abwärtstrend. Aktuell notieren die Australier noch (bewegungslos) bei 1,05 Euro und kommen nicht mehr auf den grünen Zweig. Auf Jahressicht beträgt der Rückgang rund 42 %.
DroneShield: Es waren die Quartalszahlen vom 26.8.
Die Skepsis lässt sich mit den Ergebniszahlen erklären. Zwar wuchs der Halbjahresumsatz um 74 % auf 125,8 Millionen australische Dollar, das bereinigte EBITDA drehte jedoch von plus 8,0 auf minus 12,4 Millionen. Der Nettoverlust erreichte 32,2 Millionen australische Dollar.
Auch die Bruttomarge ging zurück. Nach 65,3 % im Vorjahreszeitraum blieben 60 %. Das Unternehmen erwartet für die zweite Jahreshälfte wieder eine Größenordnung um 65 %.
Beim Umsatz ist die Prognose bereits weitgehend unterlegt. DroneShield rechnet im Gesamtjahr mit 250 bis 270 Millionen australischen Dollar. Rund 240 Millionen sind gesichert, was zwischen etwa 89 und 96 % der Zielspanne entspricht.
Die Lasertechnik eröffnet eine zusätzliche Möglichkeit, ist derzeit aber noch Entwicklungsarbeit. Wirtschaftlich relevanter sind die bereits abgenommenen US Systeme und der hohe Anteil gesicherter Erlöse. Wenn DroneShield die Bruttomarge von 60 % wieder in Richtung 65 % hebt, verbessert sich bei wachsendem Umsatz auch die Grundlage für eine Erholung des operativen Ergebnisses. Nur Analysten sind hier noch wesentlich zuversichtlicher.
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