Die Marke von 1 Euro hat bei DroneShield am Dienstag nicht gehalten. Der Kurs rutschte knapp darunter. Wirtschaftliche Daten und teilweise positive Analystenschätzungen konnten die Verluste nicht stoppen. DroneShield verfügt über 240,4 Millionen australische Dollar an zugesagten Erlösen. Für 2026 hält das Unternehmen an seinem Umsatzziel von 250 bis 270 Millionen australischen Dollar fest. Hinzu kommen 180 Millionen australische Dollar an liquiden Mitteln und Termingeldern. Das Unternehmen ist schuldenfrei.
Die Ertragsentwicklung bleibt schwächer. Im ersten Halbjahr erhöhte sich der Umsatz um 74 % auf 125,8 Millionen australische Dollar. Das bereinigte EBITDA drehte von einem Gewinn von 8,0 Millionen in einen Verlust von 12,4 Millionen australische Dollar. Nach Steuern entstand ein Minus von 32,2 Millionen australischen Dollar. Im Vorjahreszeitraum hatte DroneShield noch 2,1 Millionen australische Dollar verdient. Mit Rebecca Lowde bekommt DroneShield eine neue Finanzchefin. Sie übernimmt am 2. November 2026 von Carla Balanco, die das Unternehmen nach mehr als acht Jahren verlässt. Lowde bringt Erfahrung aus dem Finanzbereich mit und war zuvor unter anderem bei Afterpay tätig.
Volatilität wegen der Short-Investoren?
An der Börse spielt auch die hohe Short-Quote eine Rolle. In Australien liegt der Anteil der leerverkauften Aktien bei rund 15 %. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität beträgt etwa 76 %. Bei der Bruttomarge gab es ebenfalls einen Rückgang. Sie sank im ersten Halbjahr 2026 auf 60 %, nachdem im entsprechenden Vorjahreszeitraum noch 65 % erreicht worden waren. ASIC untersucht weiterhin Börsenmitteilungen von DroneShield sowie Handelsaktivitäten aus dem November 2025. Das Unternehmen unterstützt die Untersuchung. Eine abschließende Bewertung möglicher Konsequenzen liegt noch nicht vor. Die Analystenziele reichen weit auseinander. Bell Potter senkte sein Kursziel von 2,50 auf 2,40 australische Dollar und bestätigte die Kaufempfehlung. Canaccord Genuity nennt 2,60 australische Dollar, Jefferies 1,45 australische Dollar und Ord Minnett 1,50 australische Dollar.
Neue Geschäftsmöglichkeiten kommen aus der Produktpipeline. Im September erhielt DroneShield die erste Bestellung für RfRecon von einem westeuropäischen Militärkunden. Mit Anduril, COBS und Nokia bewirbt sich das Unternehmen zudem um RE-ARM 2030. Ein möglicher Auftrag des US-Verteidigungsministeriums über 24,9 Millionen australische Dollar ist noch nicht durch eine direkt zugängliche Vertragsbestätigung abgesichert.
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