Ausgesprochen schwach ist derzeit die Situation bei DroneShield. Am Mittwoch nimmt die Börse wieder, was sie am Tag zuvor gewonnen hatte. 1,08 % zeigen die Kurstafeln an. Die Notierungen kommen aktuell auf Kurse von nur noch 0,91 Euro.

Der Befund für die DroneShield ist kurzfristig eindeutig

Die Notierungen befinden sich weiterhin in einem massiven Abwärtstrend. Aus wirtschaftlicher Sicht mag dies kaum verwundern. Nach den aktuellen Erwartungen werden die Australier sowohl im laufenden als auch im kommenden Jahr Nettoverluste erwirtschaften. Der Umsatz könnte in diesem Jahr 260 Millionen AUD erreichen und im kommenden Jahr noch einmal steigen. Möglicherweise ist dann ein Wachstum von rund 25 % zu erwarten. Die Schätzungen sind derzeit allerdings noch etwas diffus.

Den Börsen reicht das bei Weitem nicht, um die Aktie wieder nach oben zu treiben. Neue Nachrichten gab es zuletzt durchaus einige. Allerdings erwies sich eine der wichtigsten Meldungen als missverständlich. DroneShield hatte über seine amerikanische Tochter einen Rahmenvertrag im Umfang von 500 Millionen Dollar abgeschlossen.

Zunächst war dies so interpretiert worden, als handele es sich um einen Auftrag, der bereits vollständig verbucht werden könne. Tatsächlich kann der Auftraggeber das vereinbarte Volumen jedoch lediglich abrufen. Mit anderen Worten: Für DroneShield ist damit noch kein entsprechender Umsatz verbucht. Der Rahmenvertrag ist zunächst allenfalls ein positives Signal. Nachdem dieser Unterschied an den Börsen deutlich geworden war, nahmen die Anleger ihre anfängliche Begeisterung wieder zurück. Die Aktie hatte zwischenzeitlich bereits mehr als 1,10 Euro erreicht. Von diesem Niveau sind die Notierungen inzwischen wieder weit entfernt.

DroneShield befindet sich damit weiterhin im Abwärtstrend. Der Abstand zu den wichtigen technischen Trendindikatoren ist nach wie vor erheblich. Analysten verweisen allerdings darauf, dass das Unternehmen durchaus wächst. Deshalb liegen ihre Kursziele weiterhin deutlich über dem Niveau, das derzeit an den Börsen für DroneShield bezahlt wird.

Dennoch reicht auch diese Einschätzung momentan nicht aus, um eine nachhaltige Trendwende einzuleiten.