Am Freitag legte die Aktie von DroneShield um 5,8 Prozent zu und ging bei 1,10 Euro aus dem Handel. Medienberichten zufolge führten Anleger das Kursplus vor allem auf die jüngste Einbindung in ein US-Beschaffungsprogramm zurück.
Doch abseits der reinen Nachfrage nach Hardware arbeitet das Unternehmen an einer stabileren Basis für seine Erträge: Am Donnerstag kündigte der Spezialist für Drohnenabwehr die Einführung eines neuen globalen Abonnement-Modells an, um wiederkehrende Software-Erlöse gezielt auszubauen.
Neues Modell bündelt Software und Support
Unter dem Namen Mission Ready Services fasst DroneShield verschiedene Dienstleistungen in einem jährlich kündbaren Gesamtpaket zusammen. Das Angebot bündelt kontinuierliche Software-Updates, ein Schulungsprogramm, spezialisierten technischen Support sowie den Zugriff auf das unternehmenseigene Portal. Bisherige Software-Abonnenten sollen bei der nächsten fälligen Verlängerung ihrer Vereinbarung direkt in das neue System überführt werden.
Für DroneShield markiert dieser Schritt einen strategischen Ausbau des Geschäftsmodells. Während Verkäufe von Abwehrgeräten oft von einzelnen Großprojekten abhängen und dadurch schwanken können, schaffen langfristige Service-Verträge kontinuierliche Einnahmen. Das Management zielt darauf ab, dass bereits ausgelieferte Einheiten regelmäßig aktualisiert werden und über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg planbare Erträge abwerfen.
Großaufträge als Basis für das Service-Geschäft
Die Voraussetzung für das wachsende Software-Geschäft bildet eine größere Zahl an Systemen im Einsatz. Flankiert wird diese Strategie durch die Aufnahme in das Beschaffungsprogramm JIATF-401 Domestic Shield zum Schutz des US-Heimatlandes.
Die dreijährige Rahmenvereinbarung hat ein maximales Volumen von bis zu 500 Millionen US-Dollar. DroneShield stellte klar, dass es sich dabei um einen Beschaffungsweg und nicht um garantierten Umsatz handelt. Konkrete Bestellungen sollen jeweils gesondert veröffentlicht werden, sobald sie verbindlich eingehen.
Forschung und Führung neu aufgestellt
Begleitet wird die Initiative durch den Ausbau der eigenen Technologiekapazitäten. Vor rund zwei Wochen eröffnete das Unternehmen einen Entwicklungsstandort im australischen Adelaide. Die Einrichtung umfasst Software-Labore und Testeinheiten für Sensorik, Kommunikation, eingebettete Systeme und elektronische Kampfführung.
Zudem kündigte DroneShield eine personelle Verstärkung an: Lynne Saint soll am 24. November 2026 als unabhängige Aufsichtsrätin ihre Tätigkeit aufnehmen.
An den Finanzmärkten richtet sich das Augenmerk nun darauf, wie schnell sich die vertraglichen Grundlagen im Zahlenwerk niederschlagen. Für Anleger entscheidet sich der weitere Trend daran, wie viele feste Abrufe aus dem US-Rahmenvertrag folgen und in welchem Tempo die Umstellung auf wiederkehrende Service-Verträge gelingt.
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