DroneShield tauscht nach dem stärksten Quartal der Firmengeschichte das Spitzenpersonal aus. Angus Bean übernimmt ab sofort als neuer Vorstandschef das Ruder von Langzeit-CEO Oleg Vornik. Der Markt muss diese personelle Neuausrichtung nun verdauen.

Volatilität trifft auf Aufwärtstrend

Die Aktie verabschiedete sich am Freitag bei 2,19 Euro ins Wochenende. Auf Wochensicht verbucht das Papier damit ein solides Plus. Der Kurs notiert stabil über der 200-Tage-Linie. Dieser gleitende Durchschnitt verläuft bei 2,06 Euro und stützt den langfristigen Aufwärtstrend.

Der Führungswechsel beschränkt sich nicht auf den CEO-Posten. Peter James zieht sich als Verwaltungsratschef zurück. Hamish McLennan rückt am 1. Mai in das Gremium auf. Ende Mai übernimmt er nach der Hauptversammlung offiziell den Vorsitz. Parallel dazu bereinigte das Unternehmen seine Kapitalstruktur. Rund 465.000 Optionen verfielen ungenutzt. Das reduziert die künftige Verwässerung für bestehende Aktionäre.

Volle Kassen und Milliarden-Pipeline

Bean übernimmt ein finanziell kerngesundes Unternehmen. Im ersten Quartal stieg der Umsatz um 87 Prozent auf den Rekordwert von 63 Millionen US-Dollar. Die Zahlungseingänge der Kunden erreichten sogar 77 Millionen Dollar. Militär und Behörden treiben die Nachfrage nach Drohnenabwehrsystemen massiv an.

Die Auftragsbücher sind prall gefüllt. Für das laufende Jahr hat DroneShield bereits feste Umsätze von 140 Millionen Dollar gesichert. Die globale Vertriebspipeline umfasst derzeit 312 Projekte mit einem Gesamtvolumen von 2,3 Milliarden Dollar.

Das neue Management muss nun liefern. Der Fokus rückt von reinem Wachstum auf die operative Umsetzung und den Ausbau der Produktion. Neue Großaufträge aus internationalen Verteidigungsbudgets könnten in den kommenden Wochen als direkte Kurskatalysatoren wirken.