DroneShield ist am Montag um weitere 3,37 % auf 0,84 Euro gefallen und büßte am Dienstag erneut rund -2,7 % ein. Sie ist bei nur noch 0,82 Euro praktisch auf dem 1-Jahres-Tief (erneut) angekommen. Am Freitag hatte sie bereits 4,34 % auf 0,86 Euro verloren. Seit Jahresbeginn beträgt das Minus 51,38 %.

DroneShield: Die Börsen müssen hier eigentlich noch Geduld haben

Dabei meldete DroneShield Mitte Oktober für 2026 vertraglich zugesagte Erlöse von 261 Millionen AUD. Der Betrag liegt innerhalb der Prognosespanne von 250 bis 270 Millionen AUD, ist aber nicht mit bereits verbuchtem Umsatz gleichzusetzen. Besonders groß erscheint der Rahmenvertrag der US-Tochter über maximal 500 Millionen US-Dollar innerhalb von drei Jahren. Garantiert ist dieses Volumen nicht. Umsatz entsteht erst durch entsprechende Abrufe und deren Erfüllung.

Für die Zeit nach 2026 ist der zugesagte Geschäftsbestand bislang deutlich kleiner. Für 2027 nennt DroneShield 29 Millionen AUD, für 2028 und spätere Jahre zusammen 17 Millionen AUD. Neue Bestellungen können diese Beträge noch erhöhen. Das Wachstum belastet zudem die Profitabilität. Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz um rund 74 % auf 125,8 Millionen AUD. Das bereinigte EBITDA verschlechterte sich von plus 8,0 auf minus 12,4 Millionen AUD. Die Bruttomarge sank von 65,3 auf 60,0 %.

Zusätzliche Unsicherheit schafft eine Untersuchung möglicher Verstöße gegen Offenlegungspflichten. Laut ASIC-Daten lag die Leerverkaufsquote am 21. Oktober bei 16,2372 %. Die Analysten sind uneins. Canaccord Genuity empfiehlt den Kauf mit einem Kursziel von 2,60 AUD, Jefferies den Verkauf mit 1,25 AUD.

Im Oktober kündigte DroneShield außerdem ein Software-Update für bereits eingesetzte Systeme an. Hinzu kamen 250.000 Aktien aus ausgeübten Performance-Optionen, ohne neuen Kapitalzufluss. Die Aktienzahl stieg auf 925.789.724. Neue Quartalszahlen werden Anfang Dezember erwartet.