Die weltweite Bedrohung durch Drohnen wächst. Die NATO reagiert nun mit einem gewaltigen Investitionspaket. Spezialisierte Anbieter profitieren massiv von diesem Umfeld. Bei DroneShield spiegelt der Aktienkurs dieses Potenzial aktuell jedoch nicht wider. Die Papiere weiteten ihre Verluste am Mittwoch weiter aus.

Neues Update bringt mehr Tempo

Der australische Konzern hat diese Woche seine Software aktualisiert. Die neueste Version verbessert die Abwehrsysteme spürbar. Nutzer können schnelle und wendige Drohnen nun deutlich besser aufspüren.

Das System verfolgt feindliche Flugobjekte 58 Prozent schneller als bisher. Anwender erkennen Signale dadurch präziser. Eine neue Offline-Funktion hilft bei Einsätzen in abgeriegelten Netzwerken. Truppen laden eigenes Kartenmaterial nun ohne Internetverbindung direkt in das System.

NATO startet „Drone Edge“

Dieser technische Vorstoß trifft auf einen hochdynamischen Markt. Die NATO startete auf ihrem Gipfel in Ankara die Initiative „Drone Edge“. Das Bündnis steckt in den kommenden fünf Jahren über 40 Milliarden Dollar in die Drohnenabwehr.

Das Ziel: Die Armeen wollen die Zahl ihrer geschulten Bediener bis Ende 2027 verfünffachen. Dafür baut die Allianz einen eigenen Marktplatz für Abwehrsysteme auf. Mitgliedsstaaten beschaffen getestete Ausrüstung dort künftig schneller. Der Ukraine-Krieg und aktuelle Drohnenangriffe in Kuwait unterstreichen den dringenden Bedarf.

Wachstum trifft auf schwachen Kurs

Der weltweite Markt für Anti-Drohnen-Technologie wächst rasant. Experten erwarten bis 2035 ein Branchenvolumen von knapp 31 Milliarden Dollar. Das Militär treibt fast 70 Prozent dieser Nachfrage.

An der Börse zeigt sich bei DroneShield ein ganz anderes Bild. Die Aktie rutschte am Mittwoch um 3,86 Prozent auf 1,43 Euro ab. Seit Jahresbeginn verlor der Titel bereits knapp 28 Prozent an Wert.

Der Kurs notiert aktuell weit unter seinem alten Rekordhoch. Der Abstand zum damaligen Spitzenwert von 3,65 Euro beträgt gut 60 Prozent. Ein technischer Indikator liefert nun ein wichtiges Signal.

Mit einem RSI-Wert von 37,7 steuert das Papier direkt auf den überverkauften Bereich zu. Hält die Abwärtsdynamik an, rückt das Jahrestief bei 0,82 Euro als nächste große Unterstützungsmarke in den Fokus.