Ernüchterung heißt es jetzt immer noch bei Investoren der australischen DroneShield-Aktie. Am Dienstag gaben die Australier die Untergrenze von 1 Euro schon auf. Die konnte nicht mehr verteidigt werden. Die Aktie ist mit 0,95 Euro im roten Bereich.
Die Unterstützung bei 1 Euro galt als charttechnisch extrem wichtig. Die Aktie sollte diesen Kurs beibehalten, so jedenfalls die Forderung der Analysten und auch der Investoren, die auf die Charttechnik setzen. Technische Analysten hatten bei der Aktie ohnehin schon lange den Daumen gesenkt. Im Moment wird ein Abstand von minus 34,2 % zum GD 200 ausgewiesen. Das bedeutet, dass die Aktie aus technischer Sicht langfristig im Abwärtstrend ist.
DroneShield musste den Daumen senken lassen. Nun wird es vor allem aus technischer Sicht heikel
Es bleibt bei dem alten Dilemma: DroneShield selbst steht wegen möglicher Verletzungen der Offenlegungspflichten unter Druck der australischen Börsenaufsicht ASIC. Zum Zweiten ist DroneShield derzeit auch unter Druck geraten, weil sich ein vermeintlicher Auftrag an eine US-Tochter über 500 Millionen Dollar an den Märkten als Rahmenvertrag entpuppt hat, der bis dato zu keiner Bestellung geführt hat. Das bedeutet, dass die 500 Millionen Dollar Auftragsvolumen zwar ausgeschöpft werden könnten, bis dato aber noch nicht ausgeschöpft wurden. Der Markt hatte hier sehr auf eine tatsächliche Auftragserteilung gesetzt.
Jetzt werden die entscheidenden Gewinne wieder vom Tisch genommen. Bei 1 Euro ist die Situation, wie beschrieben, ausgesprochen schwach. Analysten und Investoren gehen immer noch davon aus, dass die Aktie deutlich steigen kann, wobei die Zahl der betreffenden Analysten relativ gering ist.
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