Nur 0,01 Euro trennen DroneShield derzeit von der Marke bei 1 Euro. Diesmal allerdings von unten, denn die DroneShield ist am Montag auf Tauchstation gegangen. 0,99 Euro lautet das aktuelle Kursniveau nur noch. Die Aktie enttäuscht somit auch aus charttechnischer Sicht extrem. Innerhalb von sechs Monaten hat sie mehr als 26 % verloren, in den vergangenen drei Monaten ging es um rund 21 % nach unten. Damit sind dem freien Fall Tür und Tor geöffnet.
Wenn die Marge fällt, streiken die Börsen
Die Börse hat weiterhin mehrere Gründe für ihre Zurückhaltung. Die Bruttomarge ist von 65 % auf 60 % gefallen. Für das laufende Jahr werden Umsätze zwischen 250 und 270 Millionen AUD erwartet. Seit den Quartalszahlen vom 26. August ist es DroneShield nicht gelungen, den Abwärtstrend zu beenden.
Neue Aufträge reichen bislang ebenfalls nicht für eine Wende. Beim JIATF 401 Vertrag gibt es Fortschritte. Dabei geht es um die Installation und formelle Abnahme eines Drohnenabwehrsystems für das US-Militär. Der Aktienkurs hat darauf kaum reagiert. Der Wochenauftakt jedenfalls spricht hier Bände. Die Aktie kann sich kaum noch auf vernünftigem Niveau halten.
Hinzu kommt ein Problem, das bereits seit längerer Zeit über dem Unternehmen hängt. Die Untersuchung der australischen Börsenaufsicht im Zusammenhang mit Insiderverkäufen Ende des vergangenen Jahres läuft weiterhin. Dabei geht es um die Frage, ob Veröffentlichungspflichten verletzt worden sein könnten. Solange diese Untersuchung nicht abgeschlossen ist, bleibt sie ein Belastungsfaktor für die Bewertung der Aktie.
Auch die Short Investoren sind weiterhin stark vertreten. In Australien liegt der Anteil der leerverkauften Aktien bei rund 14,3 %. Damit bleibt der Druck auf den Titel erheblich.
Und dennoch: Analysten sind durchaus der Meinung, die Aktie könnte klettern. Die Kursziele jedenfalls sind spannend.
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