Für DroneShield blieb die Marke von 1 Euro am Donnerstag unmittelbar im Blick. Nachdem die Aktie am Dienstag noch unter diese Schwelle gerutscht war, stabilisierte sie sich anschließend wieder knapp darüber. Am Donnerstag gab der Titel um 0,4 % auf 1,01 Euro nach. Damit blieb die kurzfristige Bewegung eng um die 1-Euro-Marke, während das übergeordnete Bild schwach blieb: Zu wichtigen Trendindikatoren fehlten weiterhin mehr als 30 %. Analysten zeigten sich teilweise deutlich zuversichtlicher als es das aktuelle Kursniveau widerspiegelte. Auf operativer Seite erweiterte DroneShield unterdessen seine DroneSentry-Plattform. Der Hochenergielaser Fractl des australischen Partners AIM Defence sollte in die offene Architektur integriert werden. Zu Funkfrequenzerkennung, künstlicher Intelligenz, Sensorfusion und Führungssoftware kam damit eine weitere Abwehrtechnologie hinzu. Fractl konnte Sensoren gegnerischer Flugkörper blenden und Bauteile physisch zerstören.

AIM Defence setzte den Laser bereits operativ ein und exportierte das System in mehrere Länder. Die gemeinsame Entwicklung sollte unter realen Einsatzbedingungen fortgesetzt werden, zunächst für ausgewählte Militär- und Regierungsnutzer. Nach Angaben von DroneShield-CTO Angus Harris fragten Kunden zunehmend kombinierte Fähigkeiten nach, bei denen Sensoren und Effektoren über eine gemeinsame Bedienoberfläche zusammengeführt wurden. Damit verbreiterte DroneShield den Ansatz seiner Plattform über die bislang eingesetzten Technologien hinaus. DroneSentry sollte RF-basierte Lösungen und gerichtete Energie in einer gemeinsamen Infrastruktur verbinden und Erkennung, Analyse und Abwehr zusammenführen.

Das Abogeschäft kann durchaus helfen

Wachstum meldete das Unternehmen zudem im Softwaregeschäft. Die wiederkehrenden Softwareerlöse stiegen im ersten Halbjahr 2026 um 229 % auf 11,5 Millionen australische Dollar. Weltweit waren bereits 4.100 softwarefähige Geräte installiert. Der Anteil des Abonnementgeschäfts erhöhte sich von 5 % im Gesamtjahr 2025 auf 9 % nach den ersten sechs Monaten 2026. Einen weiteren Auftrag erhielt DroneShield im September für RfRecon. Ein westeuropäischer Militärkunde bestellte die KI-gestützte Aufklärungsplattform, die bis Ende 2026 ausgeliefert werden sollte. Weitere Umsätze aus dem Auftrag waren für 2027 vorgesehen.

Zusätzliche Geschäftsmöglichkeiten verfolgte DroneShield gemeinsam mit Anduril, COBS und Nokia beim Programm RE-ARM 2030. Die Vorauswahl der Konsortien wurde für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet. Ein Auftrag war zu diesem Zeitpunkt noch nicht gesichert. Bei der Fractl-Integration blieb der Einsatz zunächst auf ausgewählte staatliche und militärische Nutzer begrenzt. Die weitere Entwicklung musste zeigen, in welchem Umfang sich die zusätzliche Lasertechnologie anschließend innerhalb der DroneSentry-Plattform ausweiten ließ.