DroneShield konnte über seine US-Tochter nun einen Vertragsrahmen in den USA über ein Maximalvolumen von bis zu 500 Millionen Dollar aushandeln. Die Börsen zeigen und zeigten sich heute begeistert, es ging um über 6 % aufwärts. 1,04 Euro zeigen die Tafeln an, was die jüngsten Ereignisse in den Schatten stellt. Zuletzt war das Papier auf unter 1 Euro gefallen.

Der Blick richtete sich schon wieder auf das Tief bei rund 0,82 Euro. Noch im März hatte DroneShield einen Höchststand von 2,56 Euro erreicht. Danach ging es fast durchgehend nach unten. Lediglich Ende Juli gelang eine kurze Erholung. Damals kletterte die Aktie von etwa 1,07 bis 1,08 Euro bis auf rund 1,40 Euro. Inzwischen ist auch dieser Gewinn vollständig verschwunden. Damit befindet sich DroneShield charttechnisch klar im Abwärtstrend. Der heutige Tag ist bis auf weiteres erst einmal ein Tropfen auf den heißen Stein.

Schwache Signale der DroneShield

Auch die technische Analyse liefert derzeit keine überzeugenden Signale für eine schnelle Wende. Statistisch sieht die Entwicklung ebenfalls schwach aus. Das 1-Jahres-Hoch und zugleich das Allzeithoch liegen bei 3,62 Euro. Dieses Niveau hatte die Aktie am 8. Oktober des vergangenen Jahres erreicht.

Jetzt muss DroneShield zunächst darum kämpfen, wenigstens die Marke von 1 Euro wieder nachhaltig zurückzuerobern. Erst oberhalb dieser Schwelle könnte sich die Situation etwas beruhigen.

Hinzu kommen Belastungen, die nicht allein das Unternehmen betreffen. Auch andere Rüstungsaktien stehen derzeit unter Druck. Steigende Zinsen sorgen an den Märkten für Zweifel, wie schnell Staaten ihre umfangreichen Beschaffungsprogramme tatsächlich umsetzen können. Für DroneShield kommt ein weiterer Faktor hinzu.

Im australischen Heimatmarkt steht die Aktie massiv im Fokus der Short Investoren. Die Short Quote bewegt sich weiterhin bei rund 15 %. Damit gehört DroneShield zu den am stärksten geshorteten Aktien Australiens. Das erhöht den Druck zusätzlich und erschwert derzeit jede nachhaltige Erholung.

Zuversicht kommt fast nur noch von den Analysten. Deren Kursziele liegen weiterhin deutlich über dem aktuellen Niveau. Der Kursgewinn jetzt hat einiges gebracht.