E.ON will Elektroautos zu rollenden Stromspeichern machen. Das Forschungsprojekt „BDL Next“ zielt darauf ab, bidirektionales Laden bis 2027 marktreif zu bekommen.

Die Idee: Elektrofahrzeuge nehmen nicht nur Strom auf, sie geben ihn auch zurück. Bei Bedarf fließt Energie aus der Autobatterie zurück ins Netz. Das stabilisiert das Stromnetz – vor allem bei schwankender Einspeisung aus Wind- und Solaranlagen. Für die Fahrzeugbesitzer entsteht eine neue Einnahmequelle.

Milliarden für die Energiewende

E.ON verfolgt eine klare Strategie: Raus aus fossilen Geschäften, rein in die Infrastruktur der Zukunft. Der Konzern plant bis 2030 Investitionen von rund 48 Milliarden Euro. Der Löwenanteil fließt in den Ausbau der Verteilnetze – das Rückgrat der Energiewende.

Dafür erwartet E.ON ein kräftiges Wachstum. Das bereinigte EBITDA soll bis 2030 auf rund 13 Milliarden Euro steigen, das bereinigte Konzernergebnis auf knapp 3,8 Milliarden Euro. Rund 50 Millionen Kunden in Europa bedient der Konzern bereits mit Netzen und Kundenlösungen.

Aktie im Mittelfeld

Die E.ON-Aktie notiert aktuell bei 18,43 Euro. Das Papier hat seit Jahresbeginn rund zwölf Prozent zugelegt. Der RSI von 53,2 deutet auf eine neutrale Marktverfassung hin.

Die Q1-Zahlen Mitte Mai kamen gut an. Am 14. Juni 2026 ist E.ON damit solide aufgestellt – aber der Markt wartet auf die nächsten Impulse. Die Ergebnisse für das zweite Quartal werden im August erwartet.