Operative Fortschritte treffen auf fallende Kurse. Electro Optic Systems zeigt neue Waffensysteme für Marinedrohnen. Die Börse reagiert am Donnerstag dennoch mit einem Minus von rund fünf Prozent.
Waffensysteme auf dem Wasser
Der Rüstungskonzern hat sein R400-Waffensystem erfolgreich auf ein unbemanntes Schiff integriert. Das Boot namens „Chaser“ stammt von BlackSea Technologies. Auf der US-Messe Sea-Air-Space 2026 feierte das System seine offizielle Premiere. Damit weitet das Unternehmen seine landbasierten Fähigkeiten auf das Meer aus.
Parallel dazu testete die US-Armee kürzlich die Drohnenabwehr der Australier. Bei einer Übung der 10. Gebirgsdivision kam das System Sling Blade zum Einsatz. Es nutzt die hauseigene Slinger-Technologie. Electro Optic Systems will sich so größere Aufträge im wachsenden Markt für Drohnenabwehr sichern.
Altlasten und Strafzahlungen
Die Folge: ein teures juristisches Nachspiel. Das Bundesgericht verhängte Anfang April eine Strafe von vier Millionen Australischen Dollar. Der Grund ist ein Verstoß gegen Publizitätspflichten.
Das Management hatte 2022 eine massive Umsatzwarnung zu spät gemeldet. Die ursprüngliche Prognose sank damals drastisch ab. Statt der erwarteten 212 Millionen Dollar blieben nur rund 164 Millionen Dollar übrig. Zusätzlich zur Millionenstrafe muss der Konzern die Anwaltskosten der Aufsichtsbehörde tragen.
Großinvestor zieht sich zurück
Auf der Aktionärsseite gibt es ebenfalls Bewegung. State Street hat seine Beteiligung Ende März unter die Meldeschwelle von fünf Prozent gesenkt. Der Vermögensverwalter gilt damit nicht mehr als Großaktionär.
Trotz des Kursrückgangs laufen die operativen Geschäfte weiter. Das Verteidigungssegment bleibt die wichtigste Einnahmequelle. Kürzlich sicherte sich der Konzern zwei strategische Aufträge. Die US-Armee zahlt fünf Millionen US-Dollar für die Entwicklung von Waffensystemen. Northrop Grumman unterschrieb einen Produktionsvertrag über sieben Millionen US-Dollar.
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