Eli Lilly Aktie: Solide Geschäftszahlen

Der Pharmakonzern investiert GLP-1-Erlöse in die Übernahme von Centessa und KI-Partnerschaften, um ein neues Wachstumssegment aufzubauen.

Eli Lilly Aktie
Kurz & knapp:
  • Milliardenakquisition für Schlafstörungstherapie
  • KI-Deal zur Beschleunigung der Wirkstoffentwicklung
  • Finanzierung durch Rekordgewinne aus GLP-1-Präparaten
  • Positive Marktreaktion und Analystenbestätigung

Eli Lilly investiert seine Rekordgewinne aus dem GLP-1-Geschäft konsequent in neue Therapiefelder. Mit der geplanten Übernahme von Centessa Pharmaceuticals und einem KI-Partnerschaftsdeal im Gesamtvolumen von über 10 Milliarden US-Dollar setzt der Pharmakonzern auf Neurowissenschaften als zweites Standbein.

Milliarden für den Schlafmarkt

Den Kern bildet die Akquisition von Centessa Pharmaceuticals für einen Gesamtwert von bis zu 7,8 Milliarden Dollar. Eli Lilly zahlt zunächst rund 6,3 Milliarden Dollar in bar — 38 Dollar je Aktie, was einem Aufschlag von 40,5 Prozent auf den gewichteten 30-Tage-Durchschnittskurs entspricht. Hinzu kommen bedingte Wertzahlungen von bis zu 9 Dollar je Aktie, die an FDA-Zulassungen bis 2030 geknüpft sind.

Im Mittelpunkt steht der Wirkstoff Cleminorexton, ein OX2R-Agonist, der sich aktuell in Phase-2a-Studien befindet. Frühe Daten zeigen eine Verbesserung von 20 Minuten im Wachheitstest bei Narkolepsie-Typ-1-Patienten. Der adressierbare Markt für Schlafstörungstherapien wird auf 15 bis 20 Milliarden Dollar geschätzt — ein Terrain, auf dem Eli Lilly künftig gegen Takeda und Alkermes antritt. Takedas Konkurrenzprodukt Oveporexton erwartet noch 2026 eine FDA-Entscheidung; Cleminorexton ist frühestens 2028 marktreif.

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KI beschleunigt die Wirkstoffsuche

Parallel dazu erweiterte Eli Lilly seine Zusammenarbeit mit dem KI-Unternehmen Insilico Medicine. Für eine Vorauszahlung von 115 Millionen Dollar sicherte sich der Konzern exklusive Lizenzen für mehrere präklinische Wirkstoffkandidaten — das Gesamtpotenzial des Deals beläuft sich auf 2,75 Milliarden Dollar. Insgesamt umfasst die Kooperation 28 KI-generierte Kandidaten für Erkrankungen mit hohem medizinischen Bedarf.

Finanziert werden diese Investitionen durch eine bemerkenswerte Ausgangslage: 2025 erzielte Eli Lilly einen Umsatz von 65,2 Milliarden Dollar — ein Plus von 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr, getragen von den GLP-1-Präparaten Mounjaro und Zepbound. Der freie Cashflow überstieg 15 Milliarden Dollar. Für 2026 peilt das Management einen Umsatz zwischen 80 und 83 Milliarden Dollar an.

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Marktreaktion und Analystenstimmen

Die Ankündigung kam an der Börse gut an: Die Aktie legte am Tag der Bekanntgabe rund 3,1 Prozent zu. BMO Capital Markets bestätigte das „Outperform“-Rating mit einem Kursziel von 1.300 Dollar — und begründete dies damit, dass der Aufbau eines Neurowissenschafts-Segments mit GLP-1-Erlösen die aktuelle Bewertungsprämie rechtfertige.

Gemessen am aktuellen Kurs von rund 796 Euro notiert die Aktie gut 17 Prozent unterhalb ihres 52-Wochen-Hochs. Der Aufbau einer zweiten Wachstumssäule neben dem GLP-1-Geschäft dürfte für Anleger mittelfristig der entscheidende Bewertungstreiber werden — sofern Cleminorexton die klinischen Hürden bis zur geplanten Markteinführung 2028 nimmt.

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