Eli Lilly Aktie: Stabile positive Entwicklung

Der Pharmariese Eli Lilly zahlt über 2 Milliarden Dollar für die Übernahme von Kelonia Therapeutics, um sein Krebsgeschäft mit CAR-T-Therapien auszubauen. Die Aktie notiert unter dem Jahreshoch.

Eli Lilly Aktie
Kurz & knapp:
  • Übernahme von Kelonia für über 2 Milliarden Dollar
  • Ausbau der Onkologie-Sparte mit CAR-T-Therapien
  • Neues Adipositas-Medikament Foundayo gestartet
  • Quartalszahlen am 30. April 2026 erwartet

Zwei Milliarden Dollar für ein Unternehmen, das weniger als 60 Millionen eingesammelt hat und dessen Hauptkandidat erst in Phase 1 steckt. Eli Lilly macht Ernst im Krebsgeschäft — und zahlt dafür einen gewaltigen Aufschlag.

Laut Berichten des Wall Street Journal und CNBC befindet sich der Pharmakonzern in fortgeschrittenen Verhandlungen zur Übernahme von Kelonia Therapeutics. Die offizielle Ankündigung könnte noch heute erfolgen. Der Deal soll Meilensteinzahlungen enthalten, die an künftige klinische Erfolge geknüpft sind.

CAR-T: Immunzellen gegen Krebs

Kelonia entwickelt sogenannte CAR-T-Zelltherapien. Dabei werden körpereigene Immunzellen so umprogrammiert, dass sie Krebszellen erkennen und angreifen. Der Hauptkandidat zielt auf das Multiple Myelom — eine Blutkrebserkrankung. Die laufende Phase-1-Studie ist auf bis zu 40 Teilnehmer ausgelegt.

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Die Bewertung von rund 100 Millionen Dollar aus dem Jahr 2022 macht den Sprung auf über 2 Milliarden besonders auffällig. Er spiegelt die Prämie wider, die der Markt für Plattformen der nächsten Krebsgeneration zahlt.

Onkologie als zweites Standbein

Eli Lilly will weg von der Abhängigkeit vom Diabetes- und Adipositasgeschäft. Die Onkologiesparte erzielte 2025 einen Umsatz von 9,4 Milliarden Dollar — rund 15 Prozent des Gesamtumsatzes von 65,2 Milliarden Dollar. Die Kelonia-Übernahme ergänzt den kürzlich abgeschlossenen Kauf von CrossBridge Bio für rund 300 Millionen Dollar.

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Das Ziel: eine stärkere Position in der Hämatologie-Onkologie, wo Zell- und Gentherapien gerade das Feld neu ordnen.

Foundayo und der Blick auf den 30. April

Das Adipositas-Portfolio liefert derweil erste Daten. Das neu zugelassene Medikament Foundayo verzeichnete in seiner ersten Verfügbarkeitswoche rund 1.390 Verschreibungen in den USA. Die FDA hat jedoch zusätzliche Sicherheitsdaten angefordert. Positiv: Die ACHIEVE-4-Studie zeigte kardiovaskuläre Vorteile — ein Argument gegen Rivale Novo Nordisk.

Die Aktie notiert bei rund 785 Euro und liegt damit knapp 14 Prozent unter dem Jahresanfangsniveau. Am 30. April veröffentlicht Eli Lilly die Ergebnisse für das erste Quartal 2026. Dann wird sich zeigen, wie schnell Foundayo kommerziell Fahrt aufnimmt — und wie hoch die Integrationskosten für die jüngsten Zukäufe ausfallen. Das Unternehmen peilt für das Gesamtjahr einen Gewinn je Aktie zwischen 33,50 und 35,00 Dollar an.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.