Das französische Gesundheitsunternehmen Emeis hat eine wegweisende Transaktion vollzogen. Am 14. Januar 2026 gab das Unternehmen die Gründung von Isemia bekannt – einer Immobiliengesellschaft für Gesundheitsimmobilien mit einem Portfoliowert von 1,2 Milliarden Euro. Die Partner TwentyTwo Real Estate und Farallon Capital investierten gemeinsam 761 Millionen Euro in das neue Vehikel.
Die Mittel fließen direkt in die Bilanz von Emeis. Der Konzern reduziert seine Nettoverschuldung mit einem Schlag um exakt diesen Betrag. Ein erheblicher Schritt, um die finanzielle Flexibilität zu verbessern und die strategischen Ambitionen des Unternehmens zu untermauern.
Welche Immobilien stecken dahinter?
Das Isemia-Portfolio umfasst 68 erstklassige Objekte, verteilt auf Frankreich (68%), Deutschland (19%) und Spanien (13%). Die Aufteilung: 48% Pflegeheime, 52% Kliniken. Der durchschnittliche Ertrag liegt bei rund sechs Prozent – ein solider Wert in Zeiten niedriger Zinsen.
Alle Immobilien bleiben im operativen Geschäft von Emeis. Langfristige Mietverträge sichern die Kontinuität für Bewohner und Patienten. Die Bewertung der Assets erfolgte Ende 2024, die Partner zahlten 62% des damals ermittelten Schätzwerts.
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Clevere Struktur mit Gewinnbeteiligung
Die Transaktion wurde über Vorzugsaktien strukturiert. Die Investoren erhalten eine Mindestrendite von sechs Prozent jährlich. Bei Überperformance fließt der Großteil der zusätzlichen Gewinne bis zu einer zwölfprozentigen internen Verzinsung an TwentyTwo und Farallon. Darüber hinaus sichert sich Emeis allerdings 90% der weiteren Wertsteigerung.
Eine ausgeklügelte Konstruktion: Emeis behält die volle Kontrolle über Isemia und konsolidiert die Gesellschaft vollständig. Das Aufsichtsgremium umfasst fünf Mitglieder, drei davon aus den Reihen von Emeis. CEO Laurent Guillot übernimmt den Vorsitz des Aufsichtskomitees.
Langfristige Perspektive statt Quick-Win
Die Partnerschaft ist auf fünf Jahre angelegt, mit möglicher Verlängerung um weitere zwei Jahre. Emeis kann die Laufzeit jedoch auch verkürzen. Nach Ablauf stehen mehrere Optionen offen – von einer erneuten Partnerschaft mit Kapitalgebern bis zur kompletten Integration.
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Daniel Rigny, Gründer von TwentyTwo Real Estate, bezeichnete die Investition als „bedeutenden Schritt“ in der Expansion seines Unternehmens im Bereich Healthcare-Immobilien. Die demografischen Trends in Europa – alternde Gesellschaften und wachsender Pflegebedarf – spielen den Partnern in die Karten.
Was bedeutet das für die Aktie?
Die Schuldenreduzierung verschafft Emeis mehr Spielraum. Das Unternehmen, das zu 50,3% im Besitz von Caisse des Dépôts, CNP Assurances, MAIF und MACSF Epargne Retraite steht, betreut knapp 280.000 Patienten und Bewohner pro Jahr. Die Aktie ist im SBF 120 und CAC Mid 60 gelistet.
Mit der Isemia-Gründung verfolgt Emeis eine doppelte Strategie: Schuldenabbau jetzt, Beteiligung an künftiger Wertsteigerung später. Sollte der Immobilienmarkt im Healthcare-Sektor anziehen – und danach sieht es derzeit aus – könnte Emeis überproportional profitieren.
Farallon Capital, mit über 40 Milliarden Dollar verwaltetem Vermögen, bringt institutionelle Erfahrung ein. TwentyTwo Real Estate verwaltet 5,2 Milliarden Euro und setzt verstärkt auf operativ intensive Wohn- und Gesundheitsimmobilien. Für Emeis ein starkes Duo, um die eigene Immobilienstrategie neu aufzustellen.
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