Der US-amerikanische Uran- und Seltene-Erden-Produzent Energy Fuels hat sich eine milliardenschwere Kreditlinie vom Pentagon gesichert. Bis zu 725 Millionen Dollar will das Office of Strategic Capital (OSC) bereitstellen — eine klare Absage an Chinas Dominanz bei kritischen Rohstoffen.
Das Paket läuft über 20 Jahre. Energy Fuels will damit die Verarbeitungskapazitäten seiner White Mesa Mill in Utah ausbauen und eine neue Anlage zur Herstellung von Seltene-Erden-Metallen errichten. Im Visier: Neodym und Dysprosium, unverzichtbar für E-Autos, Windkraft und Medizintechnik. An der Börse kam die Nachricht am Freitag verhalten an. Der Kurs stieg um 0,35 Prozent auf 14,52 Euro — auf Wochensicht steht ein Plus von knapp elf Prozent.
Pentagon setzt auf heimische Lieferketten
Die Finanzzusage ist Teil einer strategischen Neuausrichtung Washingtons. Ziel ist es, die Abhängigkeit von chinesischen Seltene-Erden-Lieferketten zu reduzieren — vor allem bei Permanentmagneten. Energy Fuels positioniert sich damit als wichtiger Pfeiler dieser Strategie.
Das Unternehmen bleibt aber auch im Kerngeschäft aktiv. Die Uranproduktion läuft planmäßig, der Spotpreis für U3O8 liegt bei rund 85 Dollar pro Pfund. Analysten sehen in der Kombination aus beidem langfristiges Potenzial. Einige rechnen mit einem mehrjährigen Wachstumspfad für Umsatz und Gewinn bis 2029.
Hohe Volatilität bleibt
Trotz der positiven Aussichten operiert Energy Fuels in einem volatilen Sektor. Die Aktie liegt rund 37 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 23,24 Euro — aus Januar 2026. Auf Jahressicht steht dagegen ein Plus von 192 Prozent. Möglich machte das auch ein Tief von 4,71 Euro im Juni 2025.
Der RSI von 49,3 signalisiert derzeit keine klare Richtung. Der Kurs notiert rund zehn Prozent unter seinem 50-Tage-Durchschnitt. Die annualisierte Volatilität der vergangenen 30 Tage liegt bei 85 Prozent — ein klarer Hinweis auf die Risiken.
Die nächsten Wochen werden zeigen, ob Energy Fuels die technischen und rechtlichen Hürden des Kreditvertrags nimmt. Die geplanten Umbauten in der White Mesa Mill bleiben der entscheidende Meilenstein.
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