Equinor setzt auf Roboter statt Taucher. Der norwegische Energiekonzern testet ab sofort autonome Unterwasserdrohnen für die Inspektion seiner Anlagen. Dabei kommen spezialisierte Fahrzeuge zum Einsatz, die komplexe Aufgaben ohne direkte menschliche Steuerung bewältigen. Damit will das Unternehmen die Wartung seiner Offshore-Infrastruktur effizienter gestalten und menschliche Risiken minimieren.
Technik-Pakt mit PXGEO
Die Basis bildet ein einjähriger Rahmenvertrag mit dem Dienstleister PXGEO. Zum Einsatz kommt die „Sabertooth“-Technologie von Saab. Diese Drohnen können eigenständig an Unterwasserstationen andocken und Schäden per Sonar oder Kamera erfassen.
Erste Tests laufen bereits vor der norwegischen Küste. Für PXGEO ist es der erste kommerzielle Auftrag in diesem Sektor. Equinor verspricht sich davon einen technologischen Sprung bei der Überwachung seiner Gas- und Ölfelder. Das Ziel ist die vollständige Validierung autonomer Verhaltensweisen in komplexen Offshore-Umgebungen.
Kursplus und Terminkalender
Die Aktie reagiert positiv auf die technologische Offensive. Das Papier legte am Mittwoch um 2,67 Prozent auf 32,26 Euro zu. Seit Jahresbeginn summiert sich das Plus damit auf beachtliche 54,50 Prozent.
Der Aufwärtstrend spiegelt das Vertrauen des Marktes in die Neuausrichtung des Konzerns wider. Equinor verbindet das klassische Ölgeschäft zunehmend mit moderner Automatisierungstechnik.
Der Kurs notiert aktuell rund 14 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch vom März. Dennoch liegt der Preis deutlich über dem 200-Tage-Durchschnitt von 25,03 Euro. Das unterstreicht die langfristige Stabilität des Energieriesen.
Equinor bleibt eine zentrale Säule der europäischen Energieversorgung. Das Unternehmen liefert etwa 30 Prozent des Erdgases für die Europäische Union. Bis 2050 strebt der Konzern die Netto-Null-Emission an.
Im Juni steht der Kapitalmarkttag an. Dort dürfte das Management weitere Details zur langfristigen Strategie präsentieren.
Im Juli folgen die Ergebnisse für das zweite Quartal. Die nächste Dividendenzahlung ist für August geplant. Die Berichterstattung zum dritten Quartal folgt im Oktober.
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