Der US-Kosmetikkonzern Estee Lauder steht vor einem tiefgreifenden Umbau. Das Unternehmen prüft den Verkauf mehrerer bekannter Marken – darunter Too Faced, Smashbox und Dr. Jart – und führt parallel Fusionsgespräche mit dem spanischen Duft- und Modekonzern Puig. Die Aktie notiert aktuell bei 69,10 Euro und damit 32 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Der relative Stärkeindex (RSI) von 30,9 signalisiert eine deutliche Annäherung an das überverkaufte Terrain.
Restrukturierung in der Tiefe
Hintergrund der strategischen Neuausrichtung ist der „Profit Recovery and Growth Plan“ (PRGP). Estee Lauder erweitert die geplanten Personalkürzungen nun auf 9.000 bis 10.000 Stellen – mehr als bislang angenommen. Über 70 Prozent der zusätzlichen Streichungen betreffen Demonstrationskräfte in Kaufhäusern und eigenständigen Geschäften. Der Konzern setzt verstärkt auf digitale Kanäle und den Fachhandel, die höheres Wachstum versprechen. Der Umbau soll bis Ende des Geschäftsjahres 2026 abgeschlossen sein.
Die Verkaufsüberlegungen sind eine direkte Reaktion auf die Marktentwicklung. Too Faced verzeichnete zuletzt einen zweistelligen Umsatzrückgang, was die gesamte Make-up-Sparte belastete. Der Ausstieg aus schwächelnden Marken soll das Portfolio schärfen und die Profitabilität steigern.
Quartalszahlen überraschen positiv
Trotz des Gegenwinds lief es operativ zuletzt besser als erwartet. Im dritten Geschäftsquartal (per 31. März 2026) lag das bereinigte Ergebnis je Aktie bei 0,91 US-Dollar – die Analystenschätzung von 0,66 Dollar wurde deutlich übertroffen. Der Umsatz stieg um 4,6 Prozent auf 3,71 Milliarden Dollar und lag ebenfalls über den Prognosen. Der operative Cashflow verbesserte sich in den ersten neun Monaten auf 1,2 Milliarden Dollar, nach 0,7 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Estee Lauder hob daraufhin die Jahresgewinnprognose an.
Parallel treibt der Konzern die Digitalisierung voran. Kooperationen mit Shopify, Accenture und der Werbeholding WPP sollen die Infrastruktur modernisieren und Kosten senken. Am 19. Mai tritt das Management auf der Morgan Stanley Luxury Conference in Paris auf – ein Termin, den Anleger im Blick behalten dürften. Die nächste Quartalsdividende von 0,35 Dollar je Aktie wird am 29. Mai ex Dividende gehandelt.
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