Eigentlich eine gute Nachricht. European Lithium hat die entscheidende Liquiditätshürde für seine geplante Fusion mit Critical Metals Corp übersprungen — und der Kurs fiel trotzdem. Am 12. Mai schloss die Aktie 6,5 Prozent tiefer bei 0,43 australischen Dollar. Der Markt traut dem Deal offenbar noch nicht.
Kassenstand knapp über der Mindestmarke
Der Grund für die Skepsis liegt auf der Hand. Noch Ende März fehlten European Lithium rund 24 Millionen australische Dollar, um die vertragliche Mindestliquidität von 330 Millionen Dollar zu erreichen. Das Unternehmen löste das Problem durch den Verkauf von 2,5 Millionen Critical-Metals-Aktien. Der Erlös: 45 Millionen Dollar. Damit liegt der Kassenstand nun bei rund 356 Millionen Dollar — knapp, aber ausreichend.
Das war nötig, weil European Lithium unter der Exklusivitätsvereinbarung keine neuen Aktien oder Schulden aufnehmen durfte. Zumindest nicht, bevor ein bindender Fusionsvertrag unterzeichnet ist.
Bindender Vertrag fehlt noch
Genau dieser Vertrag steht noch aus. Critical Metals und European Lithium haben die Exklusivitätsfrist verlängert, um mehr Zeit für die Finalisierung eines verbindlichen Umsetzungsvertrags zu gewinnen. Die Konditionen bleiben unverändert: Aktionäre von European Lithium erhalten 0,035 neue Critical-Metals-Aktien je gehaltener Aktie. Der Gesamtwert der Transaktion liegt bei rund 835 Millionen US-Dollar.
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Die Aktionärsabstimmung ist für das dritte Quartal 2026 geplant. Bis dahin müssen mehrere offene Bedingungen gleichzeitig erfüllt werden.
Hinzu kommt ein Governance-Problem. Tony Sage ist sowohl CEO von Critical Metals als auch Executive Chairman von European Lithium. Diese Doppelrolle hat Kritik ausgelöst. Ein unabhängiges Boardkomitee prüft die Transaktion im Auftrag der European-Lithium-Aktionäre. Die australische Börsenaufsicht ASX hat zudem einen formellen Hinweis verschickt und gefragt, ob European Lithium seine Offenlegungspflichten verletzt hat — nachdem Medien vor der offiziellen Ankündigung über den Deal spekuliert hatten.
Wolfsberg-Projekt unter Druck
Parallel dazu kämpft das Unternehmen mit einem regulatorischen Rückschlag in Österreich. Das Bundesverwaltungsgericht hat eine wichtige Umweltgenehmigung für das Wolfsberg-Lithiumprojekt in Kärnten aufgehoben. Die Behörden müssen das Vorhaben nun nach strengeren Einzelstandards neu bewerten. Die endgültige Investitionsentscheidung verschiebt sich damit auf mindestens Ende 2026.
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Die Bergbaulizenz selbst gilt bis Anfang 2028. Der Abnahmevertrag mit BMW bleibt bestehen. Dennoch belastet die Verzögerung die Bewertungsgrundlage, auf der der Fusionspreis basiert.
Auf der Habenseite: Das Pilotprojekt für das Tanbreez-Seltenerden-Depot in Grönland ist fertiggestellt und wartet auf die Betriebsgenehmigung aus Nuuk. Im Juni soll eine Bulk-Sampling-Kampagne von 150 Tonnen starten. Außerdem hat European Lithium den Ingenieurdienstleister Hatch Ltd beauftragt, eine Lithiumhydroxid-Raffinerie in Saudi-Arabien zu planen — als 50/50-Joint-Venture mit der Obeikan Investment Group.
Der implizite Wert des Critical-Metals-Angebots liegt bei rund 0,58 australischen Dollar je European-Lithium-Aktie. Der aktuelle Kurs von 0,44 Dollar spiegelt einen deutlichen Abschlag wider — ein Zeichen, dass viele Investoren den Abschluss des Deals zu den aktuellen Konditionen noch nicht für sicher halten.
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