European Lithium steuert auf das finale Stadium der geplanten Übernahme durch Critical Metals zu. Im Rahmen der geplanten Transaktion soll das US-Unternehmen 100 Prozent des ausgegebenen Aktienkapitals von European Lithium sowie sämtliche börsennotierten Optionen erwerben.

Die Zusammenführung beider Gesellschaften unter dem Dach von Critical Metals zielt auf eine Neuausrichtung der Unternehmensstrukturen ab. Mit einem Kurs von 0,2325 Euro verzeichnet das Papier von European Lithium seit Jahresanfang einen Zuwachs von 157 Prozent.

Vertragliche Bedingungen weitgehend geklärt

Für das Zustandekommen der Übernahme wurden entscheidende Vorbedingungen abgearbeitet. European Lithium teilte mit, dass die Mindestliquiditätsbedingung für den Vollzug des Vorhabens erfüllt ist. Auch eine weitere wesentliche Voraussetzung, die sogenannte Millstone-Bedingung, konnte nach einer vor gut drei Wochen vereinbarten Anpassung als erfüllt verbucht werden.

Erleichterungen gab es zudem beim Umgang mit den nicht börsennotierten Optionen der Gesellschaft: Hier wurde auf die ursprüngliche Bedingung teilweise verzichtet. European Lithium erklärte in diesem Zusammenhang, keine Hindernisse zu sehen, die der Erfüllung der verbleibenden Vereinbarungen entgegenstehen könnten.

Ausstehende Beschlüsse und rechtliche Vorgaben

Dennoch ist der Zusammenschluss noch nicht besiegelt, da wesentliche formale Entscheidungen ausstehen. Neben den Voten der Anteilseigner sind unter anderem noch Beschlüsse zu Transaktionen mit nahestehenden Parteien erforderlich. Zudem ist die Transaktion an die gerichtliche Bestätigung in Australien gebunden.

Gegen das Verfahren können beteiligte Parteien Einwände erheben. Etwaige Widersprüche gegen die Pläne müssen spätestens einen Tag vor der gerichtlichen Anhörung eingereicht und European Lithium förmlich zugestellt werden. Sollten die notwendigen Bedingungen bis zu den festgelegten Fristen nicht erfüllt sein, kann sich der Termin für die gerichtliche Prüfung verschieben.

Fahrplan für Versammlungen und Gerichtstermin

Die finale Abfolge der Transaktionsschritte folgt einem festgelegten zeitlichen Raster. Die Abstimmungen der Aktionäre im Rahmen des Scheme Meeting sind für den 22. Oktober 2026 um 10:30 AWST angesetzt. Unmittelbar im Anschluss, ab 11:00 AWST beziehungsweise nach Ende des Aktionärstreffens, ist die Versammlung der Optionsinhaber vorgesehen.

Die zweite entscheidende Anhörung vor dem Supreme Court of Western Australia zur Genehmigung der Vereinbarungen ist für den 26. Oktober 2026 ab 10:00 AWST anberaumt. Dieser gerichtliche Schritt steht unter dem Vorbehalt, dass zuvor alle erforderlichen Zustimmungen erteilt und sämtliche Bedingungen erfüllt werden.