Auf dem Papier glänzt European Lithium in diesem Jahr mit einem Kursplus von über 200 Prozent. Hinter den Kulissen stauen sich allerdings die Baustellen. Ein prominenter Großaktionär hat sich verabschiedet, während eine geplante Fusion an einer fehlenden Millionensumme hakt. Das drückt auf die Stimmung der Anleger.
Die Quittung folgte an der Börse. In Europa rutschten die Papiere um knapp sechs Prozent auf 0,26 Euro ab. Parallel dazu zog sich Morgan Stanley komplett zurück. Die Investmentbank verkaufte ihre Anteile bereits Ende April und meldet keine meldepflichtige Position mehr.
Fusionspläne in der Warteschleife
Der geplante Zusammenschluss mit Critical Metals gerät ins Stocken. Beide Seiten verpassten eine Frist Anfang Mai und verlängerten stattdessen ihre Exklusivitätsvereinbarung. Ein Knackpunkt ist die geforderte Nettoliquidität von 330 Millionen Australischen Dollar zum Abschluss der Transaktion. Ende März lagen rund 306 Millionen Dollar in der Kasse.
Es klafft eine Lücke von etwa 24 Millionen Dollar. Das Problem: Die laufende Exklusivitätsvereinbarung verbietet es European Lithium, frisches Eigen- oder Fremdkapital aufzunehmen. Derweil hält das Unternehmen ein Aktienpaket an Critical Metals im Wert von über 680 Millionen US-Dollar. Dieses darf in den kommenden vier Monaten nicht angetastet werden.
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Die Due-Diligence-Prüfung ist abgeschlossen. Beide Seiten planen einen reinen Aktientausch, bei dem Aktionäre für jedes Papier von European Lithium 0,035 neue Nasdaq-Aktien von Critical Metals erhalten sollen.
Warten auf grünes Licht in Grönland
Operativ verlagert sich der Fokus nach Grönland. Das Seltene-Erden-Projekt Tanbreez hat den Bau seiner Pilotanlage in Qaqortoq beendet. Der für Mai geplante Start hängt nun an ausstehenden Genehmigungen der lokalen Behörden.
Sobald die Erlaubnis vorliegt, startet im Juni eine groß angelegte Entnahmekampagne zur technischen Validierung. Metallurgische Tests lieferten bereits vielversprechende Resultate, bei denen sich der Gehalt des Konzentrats um rund 40 Prozent verbesserte.
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Hinzu kommt politischer Rückenwind. Die US-Export-Import-Bank signalisiert Interesse an einer millionenschweren Finanzierung. Ziel ist der Aufbau westlicher Lieferketten abseits von China, das den Markt für Seltene Erden dominiert.
Rückschlag in Österreich
Das Lithium-Projekt Wolfsberg in Österreich bleibt ein strategischer Anker, kämpft aber mit eigenen Hürden. Das Bundesverwaltungsgericht kippte eine wichtige Umweltgenehmigung und fordert eine strengere Einzelfallprüfung. Die finale Investitionsentscheidung verschiebt sich dadurch auf mindestens Ende 2026.
Immerhin bleibt die Bergbaulizenz bis Anfang 2028 gültig. Auch der Abnahmevertrag mit dem Autobauer BMW hat weiterhin Bestand.
Für European Lithium stehen nun konkrete Meilensteine an. Die Transaktion mit Critical Metals soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 über die Bühne gehen. Zuvor stimmen die Aktionäre im dritten Quartal über den Deal ab. Bis dahin muss das Management die Finanzierungslücke schließen und die Genehmigungen in Grönland sichern.
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