European Lithium geht in eine heikle Phase. Morgan Stanley ist als substantieller Aktionär ausgestiegen, neue Aktien kommen an die ASX, und in Grönland wartet die Tanbreez-Pilotanlage auf grünes Licht aus Nuuk. Der Kurs hat viel Hoffnung eingepreist. Genau deshalb zählt jetzt jedes Detail.
Morgan Stanley steigt aus
Morgan Stanley und verbundene Einheiten halten keine meldepflichtige Beteiligung mehr an European Lithium. Der Rückzug folgte auf mehrere Verkäufe Ende April.
Die Aktie zeigte sich zunächst robust. Am 7. Mai lag der Kurs bei 0,48 australischen Dollar und damit nahe dem Jahreshoch. Am Dienstag folgte jedoch ein Rückgang um 6,80 Prozent.
Das ändert wenig am starken Lauf der vergangenen Wochen. Auf Sieben-Tage-Sicht liegt die Aktie leicht im Plus, über einen Monat steht ein Zuwachs von gut 106 Prozent. Seit Jahresbeginn summiert sich das Plus auf rund 205 Prozent.
Grönland rückt in den Mittelpunkt
Operativ schaut der Markt vor allem nach Grönland. Die Pilotanlage in Qaqortoq ist gebaut, der Auftragnehmer 60° North Greenland hat die Arbeiten abgeschlossen. Der Start im Mai hängt nun an noch offenen Genehmigungen der Behörden in Nuuk.
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Im Juni soll ein Großprobenprogramm mit 150 Tonnen folgen. Das wäre ein wichtiger Schritt für die technische Absicherung von Tanbreez.
Metallurgische Tests bei Fremantle Metallurgy lieferten bereits Rückenwind. Der Gehalt des veredelten Konzentrats verbesserte sich um rund 40 Prozent auf 2,96 Prozent TREO. Das ist relevant, weil Tanbreez als Seltene-Erden-Projekt nur dann Gewicht bekommt, wenn Aufbereitung und Produktqualität überzeugen.
Critical Metals hat parallel eine unverbindliche Finanzierungszusage über 120 Millionen Dollar von der US-EXIM Bank gesichert. Gespräche über Abnahmeverträge laufen mit Partnern in den USA, Europa und Saudi-Arabien.
Fusion bleibt an Bedingungen gebunden
Bei der geplanten Fusion mit Critical Metals gibt es noch keinen verbindlichen Vertrag. Die Parteien verpassten die Frist vom 7. Mai und verlängerten stattdessen die Exklusivität.
Die Eckdaten des unverbindlichen Angebots bleiben unverändert. Aktionäre von European Lithium sollen 0,035 neue Critical-Metals-Aktien je Aktie erhalten. Optionsinhaber würden neue Aktien auf Basis des inneren Werts ihrer Optionen bekommen.
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Eine Abschlussbedingung bleibt heikel: European Lithium braucht zum Vollzug eine Netto-Liquidität von mindestens 330 Millionen australischen Dollar. Ende März lagen die Barmittel bei 306 Millionen australischen Dollar. Die Lücke beträgt damit rund 24 Millionen australische Dollar.
Brisant ist die Exklusivitätsvereinbarung. Sie untersagt European Lithium während dieser Phase neue Eigen- oder Fremdfinanzierungen. Das macht die Liquiditätsbedingung schwerer lösbar.
Nach einer Fusion würde die verschachtelte Beteiligungsstruktur verschwinden. Bestehende European-Lithium-Aktionäre kämen auf rund 45 Prozent am kombinierten Unternehmen. Critical Metals würde seinen Anteil am Tanbreez-Projekt von 7,5 Prozent auf 100 Prozent erhöhen.
In Österreich bleibt Wolfsberg ein Bremsfaktor. Das Bundesverwaltungsgericht hob eine zentrale Umweltgenehmigung auf und verlangt eine strengere Einzelprüfung. Die finale Investitionsentscheidung verschiebt sich damit mindestens bis Ende 2026.
Die Bergbaulizenz für Wolfsberg läuft weiter bis Anfang 2028. Auch der Abnahmevertrag mit BMW bleibt bestehen.
Die Aktionärsabstimmung ist für das dritte Quartal 2026 angesetzt. Bis dahin müssen die Parteien vor allem zwei Punkte klären: die Liquiditätslücke bei European Lithium und die Genehmigung für den Start der Pilotanlage in Grönland.
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