Eutelsat bewegt sich weiter zwischen Stabilisierung und Umbau. Der Satellitenkonzern legt beim Geschäft mit niedrigen Umlaufbahnen zu, verdient dort aber noch nicht genug, um die roten Zahlen auszugleichen. Genau dieser Spagat prägt derzeit die Aktie.
Der Kurs notiert bei 2,84 Euro und damit deutlich über dem Durchschnitt der vergangenen Monate. Seit Jahresanfang liegt das Papier knapp 58 Prozent im Plus, auf Sicht von zwölf Monaten aber noch fast 30 Prozent im Minus. Die Bewegung zeigt: Die Börse reagiert positiv auf Fortschritte, bleibt beim großen Bild aber vorsichtig.
LEO treibt die Story
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025/26 setzte Eutelsat 592 Millionen Euro um. Besonders dynamisch lief das LEO-Geschäft: Der Umsatz in der Sparte stieg um 60 Prozent. Das ist der eigentliche Wachstumsmotor des Konzerns.
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Chef Jean-François Fallacher hält deshalb an den Wachstumszielen für diesen Bereich fest. Das passt zur strategischen Linie des Unternehmens: Das traditionelle GEO-Geschäft bleibt wichtig, die Zukunft soll aber stärker aus dem Low-Earth-Orbit-Bereich kommen. Für Investoren ist das ein schlüssiger Kurs, nur dauert die Umstellung länger als die Fantasie am Markt.
Bilanz wird robuster, Verlust bleibt hoch
Finanziell hat Eutelsat an der Verschuldung gearbeitet. Die Nettoverschuldung sank auf 1,3 Milliarden Euro. Das schafft Luft, zumal das Unternehmen zuvor Anleihen über 1,5 Milliarden Euro platziert hatte und damit die Finanzierung gestützt hat.
Der Haken bleibt der Verlust. Unter dem Strich stand ein Minus von 236 Millionen Euro. Solange Eutelsat beim Ertrag noch nicht in den grünen Bereich kommt, bleibt jede operative Verbesserung nur ein Teil der Geschichte.
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Markt bleibt abwartend
Auch die Technik sendet kein eindeutiges Signal. Der MACD ist zwar positiv, liegt aber unter der Signallinie. Gleichzeitig handelt die Aktie rund 20 Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt und knapp 8 Prozent über dem 200-Tage-Durchschnitt. Das spricht für einen erholten, aber noch nicht souveränen Trend.
Der Konsens am Markt bleibt neutral. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 2,40 Euro und damit unter dem aktuellen Kurs. Die Spanne zeigt, wie unterschiedlich die Einschätzungen ausfallen.
Im Blick bleibt nun vor allem, ob das LEO-Wachstum im zweiten Halbjahr weiter trägt und ob Eutelsat die Verlustzone spürbar verkleinern kann. Genau daran wird sich zeigen, ob die jüngste Kurserholung Substanz hat oder nur eine Zwischenstation bleibt.
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