Die Evotec-Aktie bewegte sich am Mittwoch im DAX-Umfeld seitwärts. Doch hinter den Kulissen gibt es Grund zur Freude: Partner Bayer hat eine klinische Phase-2-Studie für ein gemeinsam entwickeltes Medikament gestartet.

Meilensteinzahlung winkt Anfang 2026

Es geht um BAY 3401016, einen monoklonalen Antikörper gegen das seltene Alport-Syndrom. Die Nierenerkrankung beginnt oft im Kindesalter und verschlechtert sich im Laufe des Lebens dramatisch. Bayers ASSESS-Studie testet nun die Wirksamkeit bei Patienten zwischen 18 und 45 Jahren.

Für Evotec bedeutet das Klingeln in der Kasse: Sobald Anfang 2026 der erste Patient behandelt wird, fließt eine Meilensteinzahlung nach Hamburg. Die Höhe nennt das Unternehmen nicht – weitere Zahlungen und gestaffelte Lizenzgebühren sollen bei positiven Ergebnissen folgen.

Aus dem Labor in die Klinik

Das Programm stammt aus einer strategischen Kooperation, die Evotec und Bayer im August 2016 eingegangen sind. Der entwickelte Antikörper blockiert das Protein Semaphorin-3A, das bei Nierenschäden hochreguliert wird. Ziel ist es, das Fortschreiten der Krankheit zu bremsen und Nierenversagen hinauszuzögern.

„Wir sind sehr stolz, dass unser gemeinsam entwickelter Antikörper nun in Phase 2 eingetreten ist“, kommentierte Chief Scientific Officer Cord Dohrmann am 4. Dezember 2025. Für die betroffenen Familien könnte dies tatsächlich einen wichtigen Schritt bedeuten.

Kapitalerhöhung durchgewunken

Parallel dazu meldete Evotec am 3. Dezember die Ausgabe neuer Bezugsaktien. Die Gesamtzahl der Stimmrechte stieg auf 177.778.907. Die Maßnahme war zum 1. Dezember 2025 wirksam geworden.

Kann die Bayer-Partnerschaft neuen Schwung bringen? Die nächsten Monate werden zeigen, ob sich die lange Entwicklungsarbeit auszahlt.