FACC setzt bei Wachstum klar auf Technologie. Forschung, Entwicklung und Digitalisierung sind bei dem Luftfahrtzulieferer keine Randthemen, sondern Teil der Konzernsteuerung. Das Unternehmen will damit seine Fertigung fit für die nächste Flugzeuggeneration machen.
F&E sitzt im Vorstand
CEO Robert Machtlinger verantwortet den F&E-Bereich direkt auf Vorstandsebene. Zusammen mit Produktion und Vertrieb soll er dafür sorgen, dass neue Technologien schneller in die Werke und in die Serienfertigung kommen. Genau das ist der Kern der Strategie.
Die langfristige „Roadmap 2030“ baut auf diesem Ansatz auf. FACC will bestehende Fertigungsverfahren weiterentwickeln, um das geplante Mengenwachstum der kommenden Jahre überhaupt bewältigen zu können. Das ist kein kosmetischer Schritt, sondern eine Voraussetzung für den operativen Ausbau.
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Hohe Ausgaben, klarer Fokus
Im Geschäftsjahr 2025 investierte FACC fast 60 Millionen Euro in unternehmens- und kundenbezogene F&E. Bezogen auf den Umsatz von rund 984 Millionen Euro entspricht das einer Quote von mehr als sechs Prozent. Rund 57,5 Millionen Euro entfielen auf kundenbezogene Entwicklungsleistungen.
Parallel dazu rückt Digitalisierung stärker in den Mittelpunkt. FACC arbeitet verstärkt mit generativer KI, um interne Abläufe und Fertigungsschritte effizienter zu machen. Das passt zur Logik des Geschäfts: Wer Leichtbaukomponenten schneller und präziser produzieren will, braucht möglichst schlanke Prozesse.
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Ausbau der Kapazitäten
Der technologische Umbau läuft nicht nur auf dem Papier. In St. Martin im Innkreis entsteht ein neues, hochautomatisiertes Werk mit einem geplanten Investitionsvolumen von rund 120 Millionen Euro. Im Werk Reichersberg soll zudem im dritten Quartal 2026 eine neue AFP-Anlage starten.
Die operative Entwicklung liefert dafür den Hintergrund. Im ersten Quartal 2026 steigerte FACC den Umsatz um 11,8 Prozent auf 258,2 Millionen Euro. Das EBIT verdoppelte sich auf 9,7 Millionen Euro. Am Markt kommt das gut an: Die Aktie notiert bei 16,98 Euro, liegt seit Jahresbeginn 47,14 Prozent im Plus und hat auf 12-Monats-Sicht 154,57 Prozent zugelegt. Mit einem RSI von 83,6 ist der Titel allerdings klar heiß gelaufen.
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