First Phosphate schiebt das Bégin-Lamarche-Projekt in Quebec klar nach vorn. Die neue Ressourcenschätzung fällt deutlich größer aus als zuvor und stärkt die Rolle der Lagerstätte in der geplanten Versorgungskette für LFP-Batterien.
Vor allem die Größe springt ins Auge. Die angezeigten Ressourcen sind gegenüber der ersten Schätzung aus dem Jahr 2024 um 378 Prozent gestiegen. Das Projekt kommt nun auf 6,2 Millionen Tonnen gemessene Ressourcen mit 7,7 Prozent Phosphat und 198,5 Millionen Tonnen angezeigte Ressourcen mit 6 Prozent Phosphat. Hinzu kommen 89,5 Millionen Tonnen vermutete Ressourcen mit 6,16 Prozent Phosphat.
Bohrergebnisse stützen Modell
Die neue Schätzung basiert auf 68.345 Bohrmetern in 276 Bohrlöchern. Ein Teil davon stammt aus einem 40.000-Meter-Programm, das First Phosphate bereits im Laufe des Jahres abgeschlossen hat. Das spricht für ein deutlich dichteres Datenbild als zuvor.
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Auch metallurgisch sieht es ordentlich aus. Der Konzern erwartet eine Apatit-Konzentratqualität von 40,4 Prozent P2O5 bei einer Rückgewinnung von 88 Prozent. Das Material ist für die Herstellung von batteriegeeigneter Phosphorsäure qualifiziert. Für die weitere Verarbeitung nennt First Phosphate eine Umwandlungsrate von 91,1 Prozent.
Quebec als Produktionsbasis
Mit der größeren Ressource wird das Projekt für die Strategie des Unternehmens noch wichtiger. First Phosphate will in Quebec eine vertikal integrierte Lieferkette für LFP-Batteriematerialien aufbauen. Der Standort liegt günstig nahe bestehender Straßen- und Strominfrastruktur und rund 70 Kilometer vom Tiefseehafen Saguenay entfernt.
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Der Zeitplan bleibt ambitioniert. Eine Machbarkeitsstudie soll bis Ende 2026 stehen, die kommerzielle Produktion ist für 2029 vorgesehen. Außerdem verfügt das Unternehmen bereits über verbindliche, langfristige und teilweise vorab bezahlte Abnahmeverträge mit einem bestehenden Partner.
Finanzierung und Kursbild
Parallel dazu hat First Phosphate eine nicht vermittelte Privatplatzierung über mindestens 5 Millionen Dollar angekündigt. Die Finanzierung besteht aus Hard-Dollar-Einheiten und Flow-Through-Aktien zu je 2,00 kanadischen Dollar.
An der Börse hat die Aktie zuletzt 1,17 Euro erreicht. Das liegt knapp unter dem Hoch der vergangenen 52 Wochen bei 1,24 Euro, aber deutlich über dem Tief von 0,42 Euro. Auf Sicht von 30 Tagen steht immer noch ein Plus von 41,13 Prozent.
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