Auf der AI & Technology Virtual Investor Conference präsentierte First Phosphate am Donnerstag die Entwicklungsfortschritte bei seinen Plänen für eine nordamerikanische Lieferkette für Lithium-Eisenphosphat-Batterien (LFP). Das Unternehmen gab bekannt, rund 150 LFP-Batteriezellen unter Einsatz kritischer Mineralien aus Nordamerika gefertigt zu haben.

Am Freitag gab der Aktienkurs an der Börse um 5,6 Prozent auf 1,32 Euro nach, wobei kein konkreter unternehmensspezifischer oder marktweiter Auslöser für diesen Kursrückgang bekannt wurde.

Detaillierter Zeitplan bis zum Minenbetrieb

Im Rahmen des Konferenzauftritts bekräftigte das Management die operativen Zielmarken für das Vorhaben. Die Fertigstellung einer umfassenden Machbarkeitsstudie strebt das Rohstoffunternehmen für das erste Quartal 2027 an. Auf dieser Grundlage soll das behördliche Genehmigungsverfahren vorangetrieben werden, dessen Abschluss First Phosphate für Mitte 2027 anvisiert.

Verläuft dieses Verfahren ohne Verzögerungen, soll eine finale Investitionsentscheidung für das Vorhaben Ende 2027 oder Anfang 2028 fallen. Der tatsächliche Produktionsbeginn der Mine ist für das Jahr 2029 vorgesehen. Geologisch stützt sich das Projekt unter anderem auf das magmatische Phosphatvorkommen Bégin-Lamarche, zu dem eine begutachtete wissenschaftliche Untersuchung in der Fachzeitschrift Ore Geology Reviews erschienen ist.

Finanzierungsoptionen und Einschätzung von Analysten

Neben den operativen Schritten richtet sich der Blick des Marktes auf die Deckung des künftigen Kapitalbedarfs. Medienberichten zufolge thematisierte das Analysehaus Emerging Growth Research am 28. September in einer unternehmensgesponserten Kurzanalyse die finanzielle Ausgangslage.

Erörtert wurde dabei eine potenzielle Unterstützung durch die Schweizer Exportrisikoversicherung in Höhe von bis zu 212,5 Millionen US-Dollar sowie weitere mögliche Finanzierungsquellen. Bei diesen Mitteln handelt es sich ausdrücklich um unverbindliche Optionen und noch nicht um zugesagte Kreditfazilitäten.

Emerging Growth Research bestätigte in der Veröffentlichung eine Kaufempfehlung für den Titel und setzte ein Kursziel von 4,94 C$ an. Trotz der Abgaben zum Ende der Handelswoche notiert der Wert seit Jahresanfang mit 87 Prozent im Plus. Ob First Phosphate diesen Vorsprung behaupten kann, hängt maßgeblich an der termingerechten Umsetzung der bis 2027 angepeilten Etappenziele auf dem Weg zur industriellen Produktion.